Privathaftpflichtversicherung | meine Erfahrungen | kurz und einfach erklärt

In diesem Video geht es um die Privathaftpflichtversicherung. Wenn du Lust hast, kannst du gerne deinen Vertrag dazunehmen und ich gehe auf ein paar wichtige Punkte ein. Ich möchte dir das ganz einfach und kurz erklären, das bedeutet, ich gehe auf wichtige Punkte ein, die aus meiner Praxis und Erfahrung wichtig sind, und lasse bewusst andere Dinge weg. Doch zuvor mal ganz allgemein. Wenn du jemandem einen Schaden zufügst, haftest du in unbegrenzter Höhe. Angenommen, du hast kein unbegrenztes Geld auf dem Konto, dann macht es Sinn, dieses Risiko über eine Haftpflichtversicherung abzubilden. Den diese schaut erstmal: Hast du diesen Schaden wirklich gemacht und wehrt gegebenenfalls unberechtigte Ansprüche ab. Oder, logischerweise, reguliert sie diese Schäden in den Bereichen Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden. Die Haftpflichtversicherung ist dabei eine Zeitwertversicherung, das heißt derjenige bekommt immer nur den Zeitwert, der geschädigten oder kaputten Sache und niemals den Neuwert. Wir gehen jetzt auf ein paar wichtige Punkte ein. Zum Beispiel den Beitrag einer Privathaftpflichtversicherung. Dieser sollte irgendwo zwischen 50 und 70 Euro liegen, niemals unter 50 Euro, weil ich diese Verträge kenne und bei diesen einige Leistungsmerkmale fehlen, auf die wir jetzt eingehen. Zum Beispiel den Forderungsausfall, den du bestimmt noch nie gehört hast. Angenommen, jemand hat keine Privathaftpflichtversicherung, was sehr häufig der Fall ist. Einige neue Mandanten, die zu mir in die Beratung kommen, haben leider noch keine Privathaftpflichtversicherung. Angenommen, so jemand fügt dir einen Schaden zu. Dann muss er den Schaden natürlich bezahlen. Was ist aber nun, wenn derjenige kein Geld hat, niemals Geld haben wird und keine Privathaftpflichtversicherung hat? Dann hast du Forderungen an diese Person und diese Forderung fällt aus und dann übernimmt deine eigene Privathaftpflichtversicherung den Schaden. Achte hier darauf, dass eine Spezial-Rechtsschutz für diesen Bereich dabei ist, denn es muss ein gerichtlicher Titel vorhanden sein, dass die Person wirklich kein Geld hat. Erst dann übernimmt es deine eigene Privathaftpflichtversicherung. Das Ganze am besten noch ohne Selbstbeteiligung und ohne Mindest-Schadenhöhe, darauf könntest du achten, das ist ein sehr wichtiger Punkt. Zweiter Punkt: Gefälligkeitsschäden. Du hilfst jemandem beim Umzug, trägst den großen Fernseher und der fällt dir herunter. Das ist ein Gefälligkeitsschaden, der nochmal in einer separaten Klausel versichert bzw. beschrieben ist. Achte, dass das ordnungsgemäß abgesichert ist. Der nächste wichtige Punkt sind Schlüsselverluste. Private, berufliche oder geliehene Schlüssel; das sollte mindestens 50.000 Euro betragen, wenn ich an eine Schließanlage denke. Am besten auch wieder ohne Selbstbeteiligung. Allgemein ist noch wichtig zu sagen, dass es verschiedene Versicherungssummen gibt. 5 Millionen Euro, 10 Millionen Euro und so weiter können versichert werden. Ich empfehle, mindestens 10 Millionen, gerne auch 20 oder 50 Millionen Euro als Versicherungssumme. Ein weiterer Punkt sind deliktunfähige Kinder. Wenn du kleine Kinder im Haushalt hast, achte darauf, dass dieser Baustein dabei ist. Denn solltest du mal deine Aufsichtspflicht verletzen und die Kinder machen etwas kaputt, würde das die Haftpflichtversicherung übernehmen. Was ist noch ganz wichtig? Du leihst dir etwas, außer KFZ, aus. KFZ deswegen ausgeklammert, weil KFZ immer separat über die KFZ-Versicherung abgedeckt ist. Ich sage es nur deshalb, weil mich viele Personen für diesen Bereich fragen. Angenommen, du leihst dir etwas anderes aus, ein Partyzelt oder eine Zapfanlage zum Beispiel, und das geht kaputt. Dann zählt das noch zu dem Punkt „Schäden an geliehenen und gemieteten Sachen“. Hier kannst du darauf achten, dass keine Selbstbeteiligung mit dabei ist. Weitere wichtige Punkte, vielleicht für den ein oder anderen interessant: in deiner Privathaftpflichtversicherung ist auch, in den meisten, sehr guten Tarifen, eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht enthalten. Solltest du ein eigenes Haus haben, ist das somit inkludiert. Wenn du ein eigenes Haus baust, ist eine Bauherrenhaftpflicht in der Regel, bei sehr guten Tarifen, in unbegrenzter Bausummenhöhe, mit dabei. Was kann eine Haftpflichtversicherung nicht ist vielleicht auch noch ganz interessant: Wenn du einen Schaden vorsätzlich zufügst, haftet die Versicherung natürlich nicht, sondern es sollte immer fahrlässig, grob fahrlässig etwas passieren, aber niemals vorsätzlich. Zum Schluss kommen wir noch zu meinen Empfehlungen auf Basis meiner Praxis: Erstens empfehle ich immer einen Tarif ohne generelle Selbstbeteiligung. Zweitens sind Versicherungen für mich immer allgemein dafür da, existenzbedrohende Risiken abzusichern. Das heißt: Nutze die Versicherung, wenn du wirklich ein großes Problem hast. Häufig sehe ich Schäden und das ist auch gar kein Problem, denn man kann das alles über die Versicherung abwickeln. Ich gebe aber einfach mal nur zu bedenken: Wenn du häufig kleine Schäden hast, zum Beispiel ein Handyschaden, eine Hose dreckig gemacht und so weiter, dann sind das alles Kleinstschäden. Wenn sich das summiert, dann schaut sich die Versicherung genau an, ob sie dich haben wollen oder nicht. Denn sie dürfen dich auch am Ende des Schadens kündigen und man hat es schwieriger, dann eine neue Versicherung zu finden. Meine Empfehlung ist also, nicht jeden kleinsten Schaden darüber abzuwickeln. Ein letzter Punkt noch: Erfinde keine Lügen. Wenn man einen Schaden hat, sollte man es genau so erzählen, wie es passiert ist. Dann wird der Schaden eher reguliert, wie wenn man irgendwelche Lügengeschichten erzählt. Ich hoffe, hier waren wichtige Punkte dabei, die dir geholfen habe, deine Versicherung besser zu verstehen und zu durchschauen. Wenn du eine Frage hast, kannst du dich gerne an mich wenden.

Mike Hofmann ist deutschlandweit unabhängiger Versicherungsmakler. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

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