Datum: 30. Oktober 2018

„Früh übt sich, was ein Meister werden will“ – Dieses Zitat aus dem Drama „Wilhelm Tell“ mag so manchem die eine oder andere Kindheitserinnerung bescheren. Mittlerweile ist es zum geflügelten Wort in den Kreisen derer geworden, die dem Nachwuchs schon im jungen Alter den Wert des Fleißes vermitteln möchten. Bei Eltern ist die tiefverwurzelte Sorge um das Wohlergehen ihrer Sprösslinge, die entscheidende Triebfeder bei der Ausgestaltung der Erziehung. Einem Kind soll Benehmen beigebracht werden, seine Talente sollen entdeckt und gefördert werden, eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung forciert und das Immunsystem gestärkt werden. Zu guter Letzt sollen natürlich auch Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen.

Das Interesse der Eltern lässt sich einfach zusammenfassen: Dem Kind soll es später einmal gut gehen – da lohnt sich die Vorsorge. Denn der Grundstein für den späteren Stand und Lebenswandel wird nun einmal in der Kindheit gelegt.

Es ist richtig und wichtig, sich um die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes zu kümmern, aber damit ist es nicht getan. Viel zu selten ist die finanzielle Vorsorge für die Nachkömmlinge Thema beim Nachmittagsplausch mit befreundeten Eltern und wird auch in der Ratgeberliteratur eher stiefmütterlich behandelt.

Geld gehört in die Welt der Erwachsenen und so wird die Problematik viel zu häufig mit Sparbuch und Bausparvertrag abgetan. Kurioserweise wird hier im Gegensatz zu allen anderen Vorsorgemaßnahmen verdrängt, dass das Kind hoffentlich und höchstwahrscheinlich das Lebensalter von 30 Jahren überschreiten und sicherlich im noch deutlich höheren Alter irgendwann aus dem Erwerbsleben ausscheiden wird.

Dass für den Lebensabend die gesetzliche Altersrente von führenden Experten durchweg als unzureichend klassifiziert wird und sogar die Deutsche Rentenversicherung in den Rentenbescheiden die eigenen Leistungen im Bedarfsfall als zu gering einschätzt, führt zu einer einfachen Erkenntnis: Es muss privat vorgesorgt werden.

Der Privaten Rentenversicherung liegt ein denkbar simples Prinzip zugrunde: Man führt regelmäßig Beiträge ab, die gesammelt, durch die entsprechende Anlage vermehrt und schlussendlich im Leistungsfall in Form von regelmäßig wiederkehrenden Ausschüttungen an den Versicherungsnehmer zurückgezahlt werden. Letztlich spart man mit einer solchen Versicherung, tut dies aber in Bezug auf den Zinsertrag effektiver als beispielsweise mit einem klassischen Sparbuch.

Jedem ist bewusst, dass Sparen am ertragreichsten ist, wenn es über einen möglichst langen Zeitraum erfolgt.
Die meisten Versicherungen im Bereich Rente werden in einem Alter zwischen 25 und 30 Jahren abgeschlossen. Sicherlich ist es dann keineswegs zu spät für eine solche Absicherung, dennoch wird die finanzielle Belastung, durch die abzuführenden Beiträge im Vergleich zu einem wesentlich früheren Versicherungseintritt, deutlich höher sein.

Ein entscheidender Faktor ist hierbei vor allem der Zinseszins-Effekt, der die Wiederanlage und die damit einhergehende Neuverzinsung von bereits erwirtschafteten Zinsen bezeichnet. Am besten wird die Bedeutung des Eintrittsalters an einem Beispiel sichtbar:

Wer mit 20 Jahren anfängt monatlich 100 € in den Vertrag einzuzahlen, erwirtschaftet bis zum Endalter von 67 Jahren und einem Zinssatz von 5 % ein Vermögen von knapp 220.000 €. Davon sind allein ca. 163.000 € Erträge aus der Verzinsung!

Wer erst mit 30 Jahren anfängt zu sparen kommt auf 125.000 € und mit einem Eintrittsalter von 50 Jahren erreicht man nur noch fast 32.000 €.

Geld braucht Zeit um effektiv zu arbeiten. Ein Kind, für welches ab dem 5. Lebensjahr ein Sparvertrag abgeschlossen wird, darf sich mit 67 Jahren über eine Summe von insgesamt 483.000 € freuen. Um nochmals die Kraft des Zinses zu verdeutlichen: Allein 409.000 €, also 85% des Betrages wurde durch eine Verzinsung des Geldes erwirtschaftet.

Die alles entscheidende Formel ist: Je früher Geld angelegt wird, desto mehr Geld wird generiert.

Um das Geld optimal arbeiten zu lassen, ist der Versicherungsbeginn von Geburt an am sinnvollsten. Schließlich kann der Zins dann über 67 Jahre seine ganze Kraft entfalten. Üblich ist es bei solchen Verträgen, dass die Eltern die Beiträge bis zur Volljährigkeit des Kindes entrichten und, dass die versicherte Person mit 18 Jahren auch zum Versicherungsnehmer wird, also den Vertrag und somit auch die Prämienzahlung übernimmt.

Die Auswahl an verschiedenen Produkten ist groß und bei weitem nicht jedes Versicherungsmodell taugt als Kinderversicherung. Neben den generell wichtigen Faktoren bei der Auswahl einer Rentenversicherung, wie Finanzkraft und Stabilität eines Anbieters, Auswahl und Entwicklung der Fonds bzw. Anlagemöglichkeiten, Höhe der Verwaltungskosten bei der Unterhaltung des Vertrages, gibt es noch ganz andere Punkte, die sonst eher zu vernachlässigen sind. Wünschenswert wäre beispielsweise die Möglichkeit, Einmalzahlungen vorzunehmen. Das können dann in der Praxis Geldgeschenke aus der Verwandtschaft anlässlich des Geburtstages, Schulanfanges oder dergleichen sein, welche so in den lukrativen Vertrag fließen können, anstatt auf einem Girokonto brach zu liegen.

Im Großen und Ganzen ist die Flexibilität des Produktes das entscheidende Kriterium. Beitragszahlungen sollten pausiert werden können, Zuzahlungen ohne Probleme möglich sein und Kapitalentnahmen kostenfrei oder zumindest kostenschwach getätigt werden können. Besonders letzterer Punkt entfaltet nicht zuletzt auch eine pädagogisch wertvolle Wirkung. So kann der heranwachsende Versicherungsnehmer wichtige Anschaffungen wie das erste eigene Auto oder die Finanzierung des Führerscheins mit dem eigenen Vermögen aus dem Rentenvertrag vornehmen und erhält so einen ganz neuen Bezug zu den ihm zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln.

Gute Versicherungsprodukte zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie individualisierbar sind und den eigenen Bedürfnissen angepasst werden können. Während ein Todesfallschutz für den einen irrelevant erscheint, ist er für den anderen zwingender Bestandteil der Absicherung.

Letztendlich kann aber keine Empfehlung eines Tarifs erfolgen, wenn die individuellen Umstände der versicherten Person oder des Versicherungsnehmers, sowie deren Vorlieben und Investitionsverhalten nicht klar umrissen und definiert werden. Eine ausführliche, persönliche Beratung ist beim Abschluss einer Rentenversicherung ohnehin dringend anzuraten, bei einem Vorsorgekonzept für Kinder umso mehr. Schließlich geht es hierbei um Verträge, welche erhebliche Kapitalbeträge binden und schlussendlich den wohlverdienten Ausstieg aus dem Berufsalltag zu einem angenehmen machen sollen.

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Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

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