Der Knoten im Kopf - was Dein Geld mit Psychologie und Persönlichkeitsentwicklung zu tun hat
Datum: 20. April 2017

Warum solltest Du Deine Rechnungen und Steuern mit Freude bezahlen?

Rechnungen und Steuern bezahlen – eine Last oder eine Lust? Geld ist ein sehr interessantes Thema und mit vielen unterschiedlichen Emotionen verknüpft. Es zu haben ist mit Sicherheit angenehmer, als keins zu besitzen. Geld ausgeben kann als positiv empfunden werden, wenn Du zum Beispiel shoppen oder zum Essen ausgehst. Rechnungen und Versicherungen bezahlen hat dagegen einen negativen Beigeschmack und das Finanzamt macht bekanntlich arm und ruft somit garantiert unangenehme Gefühle wach. Warum ist das so? Es liegt möglicherweise an Deiner Einstellung zum Geld. Vermutlich hast Du einige negative Vorstellungen und Glaubenssätze über Geld und Reichtum von Deinen Eltern übernommen ohne sie zu hinterfragen. Und diese Vorstellungen prägen nun Dein Leben. Aber da Du bis hierher gelesen hast, weiß ich bereits, dass Du es sehr einfach ändern kannst.

Macht das Finanzamt wirklich arm?

Wenn Du daran glaubst, dann macht das Finanzamt Dich auf Dauer wirklich arm. Das liegt aber nicht daran, dass das Finanzamt so viel Geld von Dir haben möchte, sondern an Deinen Vorstellungen und Deinem eigenen Verhalten. Die meisten Menschen sorgen selbst dafür, dass eine Steuernachzahlung, die Rechnung vom Stromversorger oder auch andere Rechnungen deren Konto immer wieder in die roten Zahlen treiben und vor allem dafür, dass sie sich schlecht fühlen, wenn sie Steuern und Rechnungen bezahlen. Warum? Weil sie genau daran glauben.

Im Prinzip weißt Du ja, wann welche Rechnung zu bezahlen ist und könntest das Geld vorher schon zur Seite legen. Vielleicht sparst Du es sogar auf einem Extra-Konto. Kommt nun die Zahlungsaufforderung oder eine Steuerzahlung, dann bezahlst Du diese Rechnung und fühlst Dich vermutlich schlecht. Schließlich nimmt Dir das Finanzamt Dein Erspartes weg oder treibt Dein Konto in den Dispokredit. Aber ist es wirklich so, dass die Rechnungen oder das Finanzamt daran schuld sind?

Wie wäre es, wenn Du Dich freust, dass Du so gut verdienst und Deinen Beitrag zu einem funktionierenden Sozialleben leisten kannst? Du kannst denken, dass das Finanzamt oder wer immer gerade Geld von Dir fordert, dies zu Unrecht tut und Dich um Dein schwer verdientes Vermögen bringen will. Dann fühlst Du Dich natürlich zwangsläufig schlecht. Oder Du denkst stattdessen einfach einmal, dass Du mit Deinen Steuern etwas Gutes für die Allgemeinheit tust. Fährst Du gern Rad oder schwimmst Du gern? Dann bezahlst Du eben für neue Radwege oder für das Freibad, das Du im Sommer gern und häufig besuchst. Diese Investitionen werden ohnehin getätigt, aber Dir wird es viel besser gehen, weil Du Dich nicht bestohlen fühlst sondern einen wertvollen Beitrag geleistet hast.

Das ist so ähnlich wie Schokolade essen. Du kannst die Schokolade genießen oder schon beim Essen daran denken, was die Waage Dir morgen zu sagen hat. Du bekommst wahrscheinlich ein schlechtes Gewissen und die Schokolade schmeckt Dir nicht wirklich gut. Außerdem fühlst Du Dich vermutlich schwer und unbeweglich, ganz wie Du es erwartet hast. Das nennt man eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.

Was ist eine sich selbst erfüllende Prophezeiung?

Zu dem Thema selbsterfüllende Prophezeiung gibt es viele wissenschaftliche Studien. So hat man in einem Test Versuchspersonen Fotos von verschiedene Menschen gezeigt. Sie sollten sagen wen sie für sympathisch beziehungsweise unsympathisch hielten. Anschließend sollten die Versuchspersonen telefonieren, einige angeblich mit einem Menschen, den sie als sympathisch eingestuft hatten, andere mit einem Menschen, den sie zuvor für unsympathisch hielten. Es zeigte sich, dass die Versuchspersonen, die angeblich mit einem sympathischen Menschen sprachen, freundlich humorvoll und warm sprachen. Diejenigen aber, die glaubten mit einem unsympathischen Menschen zu sprechen wirkten abweisend, desinteressiert und kühl. Kein Wunder, wenn die Gesprächspartner sich in gleicher Weise verhalten. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „Wie man in den Wald hineinruft, schallt es auch heraus.“ Die Versuchspersonen haben also genau das Verhalten bei ihren Gesprächspartnern provoziert, das sie erwartet hatten und ihre Prophezeiung hat sich erfüllt, ganz gleich, ob sie nun positiv oder negativ war.

Diesen Effekt macht sich übrigens die Medizin mit Placebos zunutze. Das Wort „Placebo“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet in etwa „es möge nutzen“ oder „Ich werde gefallen“. Zum einen werden mit Hilfe von Placebos Medikamentenstudien durchgeführt, indem eine Gruppe von Patienten das zu testende Medikament bekommt. Eine Vergleichsgruppe dagegen ein Scheinmedikament ohne Wirkung, auch Placebo genannt. Zum anderen werden Placebos aber auch zur Behandlung eingesetzt. Denn allein der Glaube, dass das Medikament eine positive Wirkung hat, führt oft zu einer Besserung der Beschwerden.

Was vielen Menschen weniger bekannt ist, ist der Nocebo-Effekt. „Nocebo“ heißt so viel wie „Ich werde schaden“. Hast Du schon einmal auf dem Beipackzettel Deiner Medizin die Nebenwirkungen gelesen, die das Medikament haben kann? Ist Dir dann tatsächlich übel geworden oder hast Du Kopfschmerzen bekommen? Dann hast Du vermutlich Bekanntschaft mit dem Nocebo-Effekt gemacht. Weil Du davon gelesen hast, hast Du geradezu auf die Übelkeit gewartet und prompt trat sie ein.

Dass man sich mit dem Nocebo-Effekt sogar das Leben nehmen kann, musste ein junger Mann in Amerika erleben. Im Rahmen einer Studie über Antidepressiva bekam er ein Placebo gegen seine Depressionen. Natürlich weiß er nicht, dass er zur Placebo-Gruppe gehört und ein Scheinmedikament bekommt. Als seine Freundin ihn verlässt, will er sich mit 29 Kapseln das Leben nehmen. Er bekommt auch heftigste Symptome, sein Blutdruck fällt rapide ab. Da er nun die Überdosis bereut, lässt er sich unverzüglich ins Krankenhaus fahren, sagt, dass er alle seine Pillen genommen hat und kollabiert. Nachdem die Ärzte feststellen, dass er tatsächlich Placebos bekommen hat und ihm dies sagen, verschwinden alle seine Symptome innerhalb kürzester Zeit.

Wie kannst Du den Nocebo-Effekt umgehen?

Wenn Du Dich beim Bezahlen von (notwendigen) Rechnungen schlecht fühlst, dann ist dies ebenfalls auf den Nocebo-Effekt zurück zu führen. Du erwartest das, was nun tatsächlich eintritt: schlechte Gefühle. Gegen den Nocebo-Effekt gibt es jedoch ein sehr probates Mittel, das 100% kostenlos ist: Eine einfache Änderung Deiner Einstellung.

Ich bin gespannt was passiert, wenn Du das Geldausgeben in solch einem Fall nicht als notwendiges Übel sondern als etwas Positives siehst. Freu Dich vielleicht über die nützlichen Dinge, die damit gemacht werden. Du hast Deine Versicherungen bezahlt? Wie schön, dass Du für Deine Familie und für Dich sorgst. Du bezahlst regelmäßig Deine Steuern? Prima, jetzt können die alten Löcher in Deiner Straße endlich geflickt werden oder die Grundschule Deines Kindes bekommt eine neue Turnhalle. Und Du persönlich hast einen sehr wertvollen Beitrag dazu geleistet. Wäre das nicht eine kleine Belohnung wert?

Willst Du voran kommen?

Wenn ich meine neuen Mandanten kennenlerne, dann bemerke ich sehr oft limitierende Glaubenssätze und negative Einstellungen zu diesem wichtigen Thema. Noch viel bemerkenswerter finde ich jedoch den positiven Wandel, den meine Mandanten erleben wenn ich intensiv mit ihnen daran arbeite. Wie viel leichter Du durch’s Leben gehen kannst, wenn Du nur an ein paar Stellschrauben drehst, erkläre ich Dir gern persönlich.

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

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