So finden Sie trotz Vorerkrankungen die passende Berufsunfähigkeitsversicherung

So finden Sie trotz Vorerkrankungen die passende Berufsunfähigkeitsversicherung

Das Thema Vorerkrankungen spielt bei Personenversicherungen mehr oder weniger die Hauptrolle: Aufgrund der gesundheitlichen Vorgeschichte können die Kranken-, Lebens- und vor allem auch BU-Versicherer entscheiden, ob und zu welchen Konditionen sie einen Versicherungsantrag annehmen möchten. Aber insbesondere für den Leistungsfall sind die Angaben entscheidend. In der Regel beziehen sich die Gesundheitsfragen im ambulanten Bereich auf die letzten fünf Jahre, für den stationären Bereich jedoch schon auf zehn Jahre. Umso wichtiger ist es, sich ausführlich mit der Herangehensweise der Versicherer zu befassen und daraus die entscheidenden Rückschlüsse für das eigene Vorgehen zu ziehen. Hier alle Fakten im Überblick.

Warum stellt der Versicherer diese Gesundheitsfragen?

Die Risikobewertung in Form von Gesundheitsfragen ist eines der Grundprinzipien der Versicherung: Hier zahlen viele in eine Kasse ein, um in einem definierten Ernstfall daraus eine vereinbarte Leistung zu erhalten. Nun sind die Voraussetzungen der Einzahler aber unterschiedlich. Einer ist bereits älter und ihn plagen bereits einige gesundheitliche Probleme, ein anderer ist vielleicht noch jung und fit. In puncto Berufsunfähigkeit ergeben sich daraus unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten eines Leistungsfalls: So ist es im Vergleich deutlich wahrscheinlicher, dass der ältere Einzahler in absehbarer Zeit Leistungen beanspruchen wird. Um hier einen Ausgleich zu schaffen, muss der Ältere einen höheren Beitrag zahlen. Im Ernstfall, wenn seine gesundheitlichen Probleme bereits zu groß sind, muss er mit Risikozuschlägen rechnen oder der Antrag wird komplett abgelehnt.

Diese Annahmepolitik dient einerseits der Versichertengemeinschaft: Übersteigen nämlich die Kosten, die durch Leistungsfälle verursacht werden, den dafür vorgesehenen Anteil der Beitragseinnahmen, müssen die Beiträge erhöht werden. Andererseits schützen die Versicherer natürlich auch ihre eigenen Interessen, denn als privatwirtschaftliches Unternehmen sind sie naturgemäß an Gewinnen interessiert.

Welche Konsequenzen drohen bei falschen Angaben?

Sie könnten nun auf die Idee kommen, bei den Gesundheitsfragen einiges weglassen oder die Situation etwas beschönigen zu wollen – davor sei jedoch ausdrücklich gewarnt: Ihnen drohen in diesem Fall empfindliche Sanktionen.

Beispiel
Leiden Sie beispielsweise an einer chronischen Erkrankung, die jedoch nur in größeren Abständen auftritt, könnten Sie Gefahr laufen, die Frage nach einer ambulanten Behandlung zu verneinen – weil sie es vergessen haben oder Ihnen die Angelegenheit nicht relevant erscheint. Nach Vertragsabschluss kommt es zu einem erneuten Ausbruch und Sie beantragen Leistungen. Der Versicherer prüft und stellt dabei fest, dass Sie bereits mehrfach deswegen in Behandlung waren. Im Extremfall kann er nun vom Vertrag komplett zurücktreten – Sie hätten also gar keinen Versicherungsschutz mehr und würden diesen auch kaum noch bei einem anderen Versicherer erhalten. Denn: Zu Ihren Obliegenheiten gehört die sogenannte vorvertragliche Anzeigepflicht: Alle relevanten Gesundheitsfragen sind korrekt und vollständig zu beantworten, um dem Versicherer eine faire Chance zur Risikobeurteilung und Beitragskalkulation zu geben.

Wo bekomme ich meinen gesundheitlichen Lebenslauf her?

Das ist naturgemäß nicht so einfach – wer schreibt sich schon alle Arztbesuche auf? Und doch ist es unerlässlich. Sollten Sie sich nicht sicher sein, konsultieren Sie am besten Ihren Hausarzt, der im Zweifelsfall auch Auskunft zu ausgestellten Überweisungen, Rezepten und angeratenen Behandlungen geben kann.

Wie finden wir den passenden Versicherungsschutz?

Sobald Sie alle Informationen zusammengetragen haben, können Sie die Gesundheitsfragen detailliert – vor allem vollständig und korrekt – beantworten. An dieser Stelle kommen wir ins Spiel, denn sich direkt an eine Versicherungsgesellschaft zu wenden, birgt einige Risiken: Werden Sie dort wegen eventueller Vorerkrankungen abgelehnt, müssten Sie das beim nächsten Versicherer erwähnen – und das hat Konsequenzen. Deswegen haben wir einen eigenen Prozess entwickelt, der Ihre Interessen bestmöglich wahrt:

  • Wir legen zunächst die passende Höhe für eine BU-Rente fest. Die sollte rund 80 Prozent Ihres derzeitigen Netto-Verdienstes betragen.
  • Ebenso wichtig ist die Laufzeit, denn der Versicherungsschutz sollte erst enden, wenn Sie in die Altersrente eintreten. Hier gibt es Unterschiede in Abhängigkeit vom Geburtsjahr – wir geben Ihnen dazu gerne Auskunft.
  • Dann konsultieren wir ein unabhängiges Vergleichsprogramm, sodass wir aus der großen Anzahl an Versicherungsgesellschaften und vor allem Tarifen die für Sie in Frage kommenden auf einer fundierten Grundlage auswählen können.
  • Wir versenden daraufhin aber keinesfalls komplette Versicherungsanträge, sondern stellen anonyme Risikovoranfragen: Ihre Gesundheitsdaten sind zwar enthalten, aber Ihre Identität bleibt den Versicherern verborgen.
  • Diese geben auf dieser Grundlage ein Votum ab: Sie nehmen entweder zu regulären Bedingungen an, erheben Risikozuschläge oder lehnen ab. So haben wir die Chance, bei Bedarf noch einmal nachzuverhandeln, um das Bestmögliche für Sie zu erreichen.
  • Liegen alle Angebote vor, vergleichen wir und werten fachkundig aus, sodass Sie eine tragfähige Entscheidungsgrundlage erhalten.
  • Nun liegt es an Ihnen, die zu Ihren Vorstellungen passende Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.

Fazit: Systematisch vorgehen und bestmöglichen BU-Schutz erhalten

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist ohne Zweifel eine der wichtigsten Versicherungen, die Sie zum Schutz Ihrer finanziellen Existenz abschließen können. Allerdings ist der Weg zum passenden BU-Schutz mit einigen Steinen gepflastert, allen voran erweisen sich die Gesundheitsfragen immer wieder als Hürde. Diese werden jedoch nicht ohne Grund gestellt und sollten in jedem Fall korrekt und vollständig beantwortet werden. Bestehen schon Vorerkrankungen, kann es durchaus zu Problemen bei der Antragsannahme kommen: Sehen Versicherer ein erhöhtes Risiko für einen Leistungsfall, werden sie entsprechend restriktiv reagieren. Sollte ein BU-Antrag abgelehnt werden, wird es noch schwieriger, eine andere Gesellschaft zu motivieren.

Gehen Sie hier auf Nummer sicher und reduzieren Sie dieses Risiko – wir übernehmen diese Verhandlungen sehr gerne für Sie. Nehmen Sie dazu einfach direkt Kontakt zu uns auf, wir beraten Sie 100 % kostenfrei.

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