Blogartikel für Selbstständige & Unternehmer

Datum: 17. Oktober 2018

„Alle 4 Sekunden kommt es in Deutschland zu einem Unfall. Das macht 9 Millionen Unfälle jährlich. Mehr als zwei Drittel aller Unfälle ereignen sich in der Freizeit, wenn die gesetzliche Unfallversicherung nicht schützt. Sichern Sie sich und Ihre Familie daher mit unserem ausgezeichneten Unfallschutz ab. Weltweit und rund um die Uhr.“

Die negativen Schlagzeilen machen Angst

Nicht ganz 9 Millionen Unfälle, sondern genauer gesagt 7.884.000 Unfälle ereignen sich jedes Jahr. Es ist kein Einzelfall, dass in der Branche häufiger mit falschen Zahlen geworben wird. Oft wird mit Übertreibungen gearbeitet und Texte werden sehr alarmierend, aufdringlich und aufgesetzt verfasst. Daher sollte man beim Lesen immer aufpassen, auch wenn in diesem Fall die Konsequenz gleich ist: Unfälle passieren plötzlich, sind unvorhersehbar und geschehen öfter als gedacht.

Hierfür wäre es natürlich praktisch, die Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Schadens und dessen Ausmaß jeden Tag aufs Neue einschätzen zu können. Aber so leicht hat man es im Leben selbstverständlich nicht. Fakt ist jedoch – die Risiken lauern überall!

Warum eine Unfallversicherung und wie funktioniert sie?

Eine Unfallversicherung ermöglicht es Dir, die finanziellen Folgen im Falle eines Unfalls zu minimieren und Einkommensausfälle auszugleichen.

Wenn Dir etwas zustößt, wird die Leistung der Versicherung anhand einer Gliedertaxe bemessen. Hier erhältst Du einen bestimmten Invaliditätsgrad. Beispielsweise entspricht der Verlust eines Daumens 20%, eine Querschnittslähmung hingegen 100%. Heutzutage gibt es auch die Möglichkeit, verschiedene Körperteile separat zu versichern. Bei einem Musiker könnte man bei dem Daumen sogar von 100% ausgehen. Die Leistungen sind individuell zu berechnen.
Der Unfallversicherung liegt eine Versicherungssumme zugrunde, die vor Abschluss des Vertrages zwischen Dir und dem Versicherer vereinbart wird. Der in Prozenten dargestellte Invaliditätsgrad gibt im Schadensfall letztlich den Anteil an, welcher Dir von der Versicherungssumme ausgezahlt wird.

Per Gesetz ist man bei der Arbeit unfallversichert. Hier übernimmt die Versicherung die Kosten für Unfälle am Arbeitsplatz oder auf dem direkten Hin- und Rückweg. Machst Du z.B. nach der Arbeit einen Umweg, um noch einkaufen zu gehen und wirst in einen Unfall verwickelt, erhältst Du keine Leistungen von der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Unfallversicherung greift nämlich nicht zu Hause, in der Freizeit, im Urlaub, etc. Doch genau da passieren die meisten Unfälle. Außerdem ereignen sich im Schnitt kleinere Unfälle wie z.B. ein Beinbruch im Laufe des Lebens häufiger als große Unfälle wie eine Querschnittslähmung.

Der Knackpunkt hierbei ist, dass natürlich eine Menge Geld eingezahlt wird, aber die Wahrscheinlichkeit eine Querschnittslähmung zu erleiden, sehr gering ist. Je größer und umfangreicher also der Schaden, desto mehr Geld bekommt man von seiner Versicherung zur Verfügung gestellt, je kleiner der Schaden, umso weniger Geld, unabhängig von den jahrelang eingezahlten Beträgen. Dieser Fakt wurde bei der Unfallversicherung jahrelang kritisiert.

Der Wandel im Versicherungs-Denken: Weg von der Angst!

Nun drehen wir kurz die Zeit etwas zurück. 1990 war die Wiedervereinigung Deutschlands in vollem Gange und der Startschuss für den Raubzug der Versicherungsvertriebe gegeben. Besonders in den neuen Bundesländern wurde die Bevölkerung förmlich überrannt und mit neuen Gesprächstaktiken von Versicherungsvertretern konfrontiert, mit denen sich niemand auskannte. Das Unwissen wurde schamlos ausgenutzt. Die Industrie lebte von Angst und Gier – diese beiden Faktoren ergaben ein geschicktes Marketingkonzept, um nun richtig viel Geld zu verdienen. Ein Fossil dieser Zeit ist eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr. Kurzum: Ein teurerer Vertrag und eine schlechte Geldanlage.

Zum Glück hat sich in den letzten Jahren in dem Versicherungsfeld vieles getan. Die Unfallversicherungen wurden verändert, verbessert, revolutioniert. Es wurden verschiedene Bausteine hinzugefügt. Jetzt gibt es Unfallversicherungen, welche nicht nur die medizinischen Kosten (Erstversorgung, Heilbehandlung, Rehabilitation), sondern auch die unfallverbundenen Kosten abdecken (Krankentransport, längerfristige Folgen, Sterbegeld für Hinterbliebene usw.). Der genaue Umfang der Leistung hängt immer vom vereinbarten Vertrag ab.

Die „Eigenbewegung“ bei der Unfallversicherung

Einer der wichtigsten Bausteine ist die „Eigenbewegung“. Eine klassische Standard-Versicherung würde einen Schaden, der durch Eigenbewegung verursacht wurde, nicht abdecken. Wenn Du Dir beispielsweise im Winterurlaub beim Skifahren das Knie verdrehst oder beim Fußballspiel durch Stolpern über die eigenen Füße einen daraus resultierenden Bänderriss erleidest, muss die Versicherung nicht leisten.

Denn ohne den Baustein „Eigenbewegung“ sind nur Unfälle abgedeckt, bei denen ein Ereignis von außen plötzlich und unerwartet auf Dich einwirkt. Du solltest daher genau prüfen, welche Leistungen in Deinem Vertrag inbegriffen sind und welche Du gern noch ergänzen möchtest. Der zu zahlende Beitrag verändert sich meist nur minimal, doch der Leistungsunterschied ist enorm.

Achtung Stolperfalle: Kürzungen im Leistungsfall

Aufgepasst werden sollte bei dem Baustein „Mitwirkungsanteil einer Vorerkrankung“. So mancher Versicherer behält sich im Leistungsfall vor, Leistungen zu kürzen, wenn eine bestehende Krankheit die Invalidität mit verursacht hat. Dazu folgendes Beispiel: Bei einem Skiunfall hat sich der Versicherungsnehmer das Knie schwer verletzt. Während des Unfalls hatte dieser schon eine bestehende Muskelerkrankung. In diesem Fall wird die Leistung um mehrere tausend Euro gekürzt, da der Versicherer davon ausgeht, dass auch die bereits bestehende Muskelerkrankung Mitschuld am Ausmaß der Verletzung trägt. Gute Tarife jedoch verzichten auf den Mitwirkungsanteil oder schränken ihn erheblich ein.

Komplett berufsunfähig. Was nun?

Eine weitere wichtige Frage ist natürlich immer: Wie sichert man sich überhaupt für den Fall einer kompletten Berufsunfähigkeit durch Unfall ab?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet den umfassendsten Schutz, wenn Du im Falle einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr arbeiten kannst. Da die meisten Fälle von Berufsunfähigkeit auf Krankheiten zurückgehen und nur ein Zehntel auf Unfälle, ist diese Versicherung ein sinnvolles Fundament. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte in jungen Jahren und möglichst ohne Vorerkrankungen abgeschlossen werden, da mit einer bestehenden Krankheit der Abschluss des Vertrages durch den Versicherer abgelehnt werden könnte oder aber saftige Risikozuschläge die Prämie in die Höhe treiben.

Fazit: Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Unfallversicherung kann eine gute Zusatzversicherung sein, jedoch ersetzt sie niemals den umfangreichen Versicherungsschutz einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Da jeder Mensch ein Individuum ist und für sich abwägen muss, auf welche Punkte er Wert legt, solltest Du Dich immer ausführlich mit den Themen auseinander setzen, bevor es zur Unterschrift unter einem Vertrag kommt.

Achte immer auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und vergiss die Bausteine „Eigenbewegung“ und „Mitwirkungsanteil“ nicht. Sei vorsichtig, handele mit Bedacht und bleib gesund.

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

Teilen Sie diesen Beitrag mit Bekannten und Freunden!

Datum: 26. September 2018

Mit der Geburt eines Kindes warten viele spannende neue Herausforderungen auf die frisch gebackenen Eltern. Die anfallenden Aufgaben im Alltag, der Tagesablauf, der geliebte Schlafrhythmus und nicht zuletzt die Prioritäten ändern sich um 180°. Alle Eltern wollen von Anfang an alles richtig machen – ganz schön viel auf einmal. Damit Ihr als Eltern beim Thema Versicherungsschutz für Euch und Euer Kind schnell und optimal aufgeklärt seid, gibt es nun das wichtigste im Überblick.

Haftpflichtversicherung

„Eltern haften für ihre Kinder“ – diese Warnhinweise sind niemanden unbekannt, doch treffen sie nur bedingt zu. Gemeint ist, dass Eltern im Schadensfall dann haftbar gemacht werden können, wenn sie ihre Aufsichtspflicht für ihre Kinder verletzt haben. Ist dies tatsächlich der Fall, sollte die Familie über eine Haftpflichtversicherung verfügen, um anfallende Kosten für den verursachten Schaden begleichen zu können. Versicherungen bieten hierfür spezielle Familien-Haftpflichtversicherungen an, da verschiedene separate Versicherungen mehr Geld kosten als eine für alle. Es ist daher ratsam, nach der Geburt in einen Familientarif zu wechseln.

Kinder unter 7 Jahren gelten allgemein als nicht schuldfähig bzw. als deliktunfähig und sind daher nicht haftpflichtig zu machen. So weit, so gut! Man stelle sich nun folgendes Szenario vor:

Ihr seid bei guten Freunden zu Besuch. Alle sitzen im Wohnzimmer beisammen und die Stimmung ist ausgelassen. Beim Spielen reißt plötzlich Euer 6-jähriges Kind ausversehen das Handy Eures Freundes herunter und es geht kaputt. Als Entschuldigung und Besänftigung bringt Ihr schnell an, dass Ihr für den Schaden natürlich aufkommt. Wozu hat man denn eine private Haftpflichtversicherung?! Falsch gedacht!

  1. Euer Kind ist mit 6 Jahren deliktunfähig und kann somit nicht zum Schadensersatz verpflichtet werden.
  2. Ihr als Eltern habt durch Eure Anwesenheit Eure Aufsichtspflicht nicht verletzt und haftet daher in diesem Fall nicht.

Resultat: Die Haftpflichtversicherung sieht keinen Grund, den Schaden zu übernehmen und der Geschädigte geht leer aus.

Doch wie es unter Freunden und der Familie so ist, fühlt man sich trotzdem in der moralischen Pflicht, den Schaden zu ersetzen, damit man auch weiterhin harmonische Spieleabende miteinander verbringen kann, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Für diesen Fall wurde eine interessante Lösung von Versicherern gefunden. Sie bieten Haftpflichtversicherungen an, welche auch „deliktunfähige Kinder“ einschließen und leisten quasi auch für Kinder unter 7 Jahren auf Wunsch der Eltern hin, damit Freundschaften und das gute Verhältnis zum Nachbarn bestehen bleiben. Die Höchstersatzleistung des Versicherers ist hierbei meist auf einen bestimmten Betrag festgelegt.

Risikolebensversicherung

Wer Kinder bekommt, trägt auch die Verantwortung, dass es Ihnen gut geht und sie möglichst sorgenfrei leben können. Der Tod ist hierbei immer ein Thema, an das man gerade jetzt – wo es um Geburt, Kinder und Familie geht – gar nicht denken möchte. Dennoch nimmt das Thema Absicherung nach dem Todesfall gerade für die Hinterbliebenen einen hohen Stellenwert ein. Es ist daher ratsam mit einer Risikolebensversicherung die Familie im Falle des Todes eines Elternteils oder beider Eltern langfristig finanziell abzusichern. Verfügst Du bereits über eine solche Versicherung, solltest Du diese an Deine aktuelle familiäre Situation anpassen, damit der Hinterbliebenenschutz auch wirklich ausreichend ist. Meistens lässt sich die Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung problemlos anpassen.

Aussicht auf Berufsunfähigkeitsversicherung

Gerade noch im Laufgitter und jetzt schon an Beruf denken? Ist das nicht etwas übertrieben? Zugegeben, das Thema Berufsunfähigkeit (BU) steht sicher nicht an erster Stelle, wenn das Kind auf der Welt ist. Das Thema Gesundheit dafür schon. Um später eine Berufsunfähigkeitsversicherung im Erwachsenenalter so unkompliziert wie möglich abschließen zu können, besteht die Möglichkeit, den aktuellen Gesundheitszustand in jungen Jahren vertraglich „zu speichern“. Möchte man nun mit Beginn eines Arbeitsverhältnisses oder später eine BU vereinbaren, wird vom Gesundheitszustand bei Abschluss des Vertrages (Anwartschaft auf Haftpflichtversicherung) ausgegangen. Es erfolgt keine erneute Gesundheitsprüfung, welche mit zunehmendem Krankheitsrisiko im Alter nicht mehr so leicht zu bestehen ist. Sollte man an einer Berufsunfähigkeitsversicherung kein Interesse mehr haben, so fließt das angesammelte Kapital in die Rentenversicherung.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Beiträge im Kindesalter noch sehr gering ausfallen und bei zunehmendem Alter auch gering bleiben, wenn man bereits in jungen Jahren einen Vertrag abgeschlossen hat.

Kinderrentenversicherung

Das Thema Rente bildet aktuell einen großen Diskussionsbedarf. Die Menschen werden in Deutschland immer älter, doch die Geburtenrate nicht unbedingt höher. Es mangelt an Zeit, oder besser gesagt: am richtigen Zeitpunkt, Kinder zu bekommen. Es entsteht ein Ungleichgewicht. Dieses Ungleichgewicht wird sich in der Zukunft bemerkbar machen, das ist sicher!

Daher ist es sinnvoll, schon jetzt privat fürs Kind vorzusorgen. Früh Sparen lohnt sich! Die meisten Menschen fangen erst an zu sparen, wenn sie merken, dass das Geld knapp wird. Doch mit dem Einzahlen eines kleinen Betrages von Geburt an, kann eine große Summe bis zum Erreichen des Erwachsenenalters des Kindes angespart werden. Somit wird der Grundstein eines späteren Alterseinkommens gelegt und das Kind ist besonders im Alter finanziell abgesichert. Zu Beginn zahlen Eltern oder Großeltern die Beiträge, welche verzinst werden, in die Rentenversicherung ein. Später übernimmt das Kind die Beitragszahlung. Je länger die Laufzeit, desto geringer fallen die Beiträge aus. Es zahlt sich also im wahrsten Sinne des Wortes aus, zeitig ans Sparen zu denken.

Ist das Ende der Laufzeit erreicht, wird das Kapital entweder komplett oder aber als lebenslange Rente ausgezahlt. Somit hat eine Kinderrentenpolice zwei nützliche Vorteile:

  1. Aufbau von Kapital und
  2. Absicherung im Alter.

Sie sollten vor dem Vereinbaren einer Kinderrentenversicherung, auf deren zeitlich unabhängige, flexible und individuelle Anpassbarkeit achten. Lange Laufzeiten gehen immer mit einem Wechsel der Lebensumstände eines Menschen einher. Niemand kann wissen, wo er in 40 Jahren steht.

Flexible Zuzahlungen, das Pausieren von Beitragszahlungen, Kapitalentnahmen ohne Gebühren und das spätere Hinzufügen von Versicherungsleistungen ohne erneute Gesundheitsprüfungen sollten daher Teil der Versicherungskonditionen sein.

Für detailliertere Auskünfte und offen gebliebene Fragen rund ums Thema Familienglück und Absicherung dürft Ihr Euch gern telefonisch an uns wenden oder nehmt einfach per E-Mail mit uns Kontakt auf. Wir freuen uns auf ein persönliches und für Dich 100% kostenfreies Gespräch mit Dir.

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

Teilen Sie diesen Beitrag mit Bekannten und Freunden!

Datum: 17. Juli 2018
Artikel von Tristan Süß

Die Vorteile des Daseins als Privatpatient sind den meisten Bundesbürgern nur allzu bekannt:

Schnellere und unkompliziertere Terminvergabe beim Haus- oder Facharzt, Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus, Chefarztbehandlung und das erhebende Gefühl sich vom Pöbel der gesetzlich Krankenversicherten lossagen zu können.

Mit diesen mitunter sehr drastischen Klischeebildern wird der Kampf um die Bürgerversicherung geführt.

Fern von der rudimentärsten Ausprägung einer versachlichten und rational geführten Debatte werden Feindbilder gemalt und der Privatpatient als Inbegriff von Zweiklassenmedizin und einem außer Kontrolle geratenem Kapitalismus angeführt.

Völlig konträr zu diesen Argumenten, die die angebliche Übervorteilung der GKV- Patienten beweisen sollen, erscheinen immer wieder Berichte über massive Beitragssteigerungen in der Krankenvollversicherung, PKV-Tarife mit minimalistischen Leistungskatalogen und Altersarmut durch ungenügend gebildete Alterungsrückstellungen.

Die PKV – ein Hort des Bösen, möchte man annehmen.

Im Streit um die Ausgestaltung des deutschen Gesundheitssystems sind die Gräben tief und die Fronten verhärtet. Immer öfter scheint es bei dieser Diskussion mehr um Ideologie und Gesinnung als um das Wohl des Versicherten zu gehen.

Jahr für Jahr stehen Menschen vor der Entscheidung, welches Konzept der Gesundheitsversorgung für sie geeigneter wäre. Viel zu oft sind dann Bauernweisheiten und Behauptungen das Maß aller Dinge und hochindividuelle Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis werden zum wegweisenden Faktor.

Die fehlende Präsenz eines Fachmanns bei der Wahl einer lebenswichtigen Absicherung wird zu häufig in Kauf genommen. Aufgrund dessen ist vielen auch nicht bewusst, wie groß ihr Spielraum bei der Ausgestaltung ihrer Krankenversicherung tatsächlich ist.

Die bunte Tarifwelt der privaten Krankenversicherer bleibt dabei genauso wenig erforscht wie die in einigen Punkten doch recht großen Leistungsunterschiede zwischen den gesetzlichen Kassen. Die meisten Versicherten würden wohl am liebsten die Leistungen eines exzellenten Krankenvolltarifes mit der Sicherheit der gesetzlichen Krankenkasse vereinen.

Der Weg in die PKV bleibt den meisten jedoch ohnehin versperrt: nicht verbeamtet, nicht selbstständig, nicht angestellt und über Beitragsbemessungsgrenze verdienend. Genau so kann die Gesundheitsprüfung zu einem unüberwindbaren Hindernis werden und der Weg in die gesetzliche Regelversorgung scheint der einzig gangbare.

Andere scheuen die PKV, da sie Angst vor fehlender Beitragsstabilität haben oder sich ihrer Einkommensentwicklung ungewiss sind. Auch dann darf sich die GKV über neuen Zustrom freuen.

Dennoch ist die Krankenkasse nicht die Endstation, denn es gibt einen Weg als gesetzlich Versicherter trotzdem Privatpatient zu werden.

Das Sachleistungsprinzip der GKV wird hierbei in das Kostenerstattungsprinzip umgewandelt, welches aus der PKV bekannt ist.

Wenn ein gesetzlich Versicherter zum Arzt geht, so werden die Behandlungskosten direkt mit seiner Krankenkasse abgerechnet. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass der Patient wünscht, für die Dienstleistung der Behandlung ein Vertragsverhältnis direkt mit dem Arzt einzugehen.

Dann bekommt er, ganz in PKV- Manier, eine Rechnung ausgestellt.

Die kann er wiederum bei seiner Krankenkasse einreichen, welche damit das Leistungsprinzip umstellt und jene Kosten erstattet, welche im Sachleistungsprinzip auch erstattet worden wären.

Der Differenzbetrag kann nun selbst getragen werden oder aber an eine Krankenzusatzversicherung weitergereicht werden.

Bei vielen Krankenkassen muss die Umstellung mithilfe entsprechender Formulare zuvor beantragt werden. Durch diese Verbindung zwischen GKV und PKV werden die Vorteile beider Systeme vereint.

Zudem ist dieses Absicherungskonzept flexibel. Das Sachleistungsprinzip in der GKV kann jederzeit wieder „aktiviert“ werden. Wer beim Arztbesuch seine Chipkarte zückt, wird entsprechend über dieses Prinzip abgerechnet.

Die Krankenzusatzversicherung kann gekündigt werden, wenn Beiträge zu weit steigen oder die zusätzliche Absicherung schlichtweg nicht mehr benötigt wird, ohne dass der Betroffene im Regen steht.

Das einzige Manko sind wohl Verwaltungskosten von bis zu 10 %, die bei den Krankenkassen durch die verkomplizierten Abrechnungen der Aufwendungen entstehen. Des Weiteren kann das Kostenerstattungsprinzip auf die einzelnen Teilbereiche „ambulant“, „stationär“ und „dental“ beschränkt werden.

Besonders bei Fachärzten macht diese Besserversorgung Sinn, denn hier sind die Leistungsunterschiede zwischen GKV und PKV am deutlichsten.

Allein einen Facharzttermin als GKV- Patient und ohne Intensivüberweisung in relativer Zeitnähe zu bekommen, ist ein zunehmend schwieriges Unterfangen.

Für den Makler hat dieses Prinzip der Vereinigung beider Systeme den entscheidenden Vorteil, dass er das Krankenversicherungsgeschäft, dass bei einem nicht spezialisierten Vermittler zumeist spürbar hinter Leben- und Sachversicherungen zurückfällt, in Teilen seines Bestandes intensivieren kann, welches vorher aus rein gesetzlichen oder zeichnungspolitischen Gründen des Versicherers gar nicht in Betracht gekommen wäre.

Es gilt jedoch zu beachten, dass ein möglichst umfassender Zusatztarif gewählt wird, der auch wirklich alle Kosten trägt. Sonst wird der Ausflug in die Welt der Privatversicherten zu einem wenig vergnüglichen Trip. Hier lauern erhebliche Haftungsrisiken für den Makler.

Der Leistungskatalog der GKV sollte also gründlich mit dem Krankenzusatztarif abgestimmt werden.

Besondere Vorsicht ist bei Privatärzten geboten, welche keine Kassenzulassung besitzen. Hier leistet die GKV auch in der Kostenerstattung nicht. Es ist daher mit dem Mandanten abzusprechen, ob er wirklich geneigt ist, entsprechende Mediziner aufzusuchen.

Sollte dies der Fall sein, gibt es einige wenige Tarife, welche auch in diesem Falle fast die gesamten Behandlungskosten übernehmen.

Alles in allem ist die Kombination von GKV und PKV für viele Menschen in Deutschland die einzige Möglichkeit eine Gesundheitsversorgung zu erhalten, welche über der Regelversorgung liegt. Dementsprechend ist das Kundenpotenzial im heiß umkämpften Krankenversicherungsmarkt, der sich dann nicht auf ca. 9 Millionen Krankenvollversicherte beschränkt, sehr hoch.

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

Teilen Sie diesen Beitrag mit Bekannten und Freunden!

Datum: 24. Juni 2018

Urlaubszeit, schönste Zeit! Endlich nach monatelangem Schuften mal wieder die Koffer packen, verreisen und einfach die Seele baumeln lassen. Wer verschwendet da in seiner Urlaubsvorfreude schon einen Gedanken an eine Auslandskrankenversicherung? An Krankheit im Urlaub möchte man doch gar nicht denken. Außerdem wird die Krankenversicherung sich schon im Fall der Fälle um alles kümmern. Oder etwa nicht?

Ob Deine normale Krankenversicherung ausreicht oder wann Du besser eine Auslandskrankenversicherung abschließen solltest, erfährst Du in diesem Artikel.

Jeder Fünfte erkrankt im Urlaub

Das „kleine“ Nickerchen am Strand hat seine Spuren in Form von starkem Sonnenbrand hinterlassen, aus anfänglichen Halsschmerzen im Flugzeug dank Klimaanlage hat sich eine fette Erkältung entwickelt, der Seeigel hat einen Stachel weniger- nämlich den in Deinem Fuß, auf den rutschigen Fliesen am Pool ausgerutscht und dann noch Salmonellen im Frühstücksei – DAS Horrorszenario für jeden Urlauber. Zugegeben, alles auf einmal ist eher unwahrscheinlich, aber die Liste der möglichen Krankheiten und Unfälle im Urlaub ist lang.

Knapp ein Viertel der deutschen Bevölkerung musste im Urlaub bereits ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen – jeder Fünfte davon in Form eines Arztbesuches und 8 % mussten sogar im Krankenhaus behandelt werden (laut Umfrage des TNS Infratest’s).

Grundversicherungsschutz in 40 Staaten

Generell gilt in allen Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat, ein Grundversicherungsschutz für gesetzlich Versicherte. Zum Beispiel in Brasilien, Indien, Israel, Tunesien, Marokko und 15 weiteren Ländern. In diesen 20 Ländern sowie innerhalb der EU bist Du medizinisch abgesichert.

Wer in Deutschland gesetzlich versichert ist, besitzt außerdem eine Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Sie ist auf der Rückseite Deiner Versicherungskarte aufgedruckt. Über diese können Arztbesuche in allen Ländern der EU abgerechnet werden. Doch für Leistungen, welche über die Grundversorgung hinaus gehen, musst Du als Urlauber selbst aufkommen. Weil das schnell sehr teuer werden kann, ist eine Auslandskrankenversicherung ratsam.

Auslandskrankenversicherung unter der Lupe

„Um sich gegen die finanziellen Risiken in Zusammenhang mit einer ärztlichen Behandlung im Ausland abzusichern, ist eine Zusatzversicherung sinnvoll“, rät Betina Chill, Stiftung Warentest.

Sobald die anfallenden Kosten im Ausland den Regelsatz in Deutschland überschreiten, müssen diese aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Dazu kann es schnell kommen, da in vielen Ländern die medizinische Versorgung weitaus teurer ist als in Deutschland. Eine Zusatzversicherung deckt für solche Fälle die Mehrkosten ab.

Der Versicherungsschutz gilt in der Regel für Reisen von maximal 6-8 Wochen Dauer für das gesamte Jahr, unabhängig davon, wie oft in den Urlaub gefahren wird. Es muss nur die Obergrenze pro Reise berücksichtigt werden. Bei längeren Auslandsaufenthalten, beispielsweise während des Studiums, sollten aber spezielle Verträge abgeschlossen werden.

Einen weiteren großen Vorteil der Auslandskrankenversicherung bildet der Rücktransport nach Deutschland. Denn für einen Rückflug mit medizinischer Betreuung kommen ohne zusätzliche Auslandskrankenversicherung weder die gesetzliche noch private Krankenversicherung auf.

Wer sehr viel Wert auf die Behandlung in vertrauter Umgebung legt, sollte in seinen Verträgen jedoch beachten, dass der Rücktransport wirklich immer übernommen wird. Auch dann, wenn er nicht nur „medizinisch notwendig“, sondern auch „medizinisch sinnvoll und vertretbar“ ist. Bei der medizinischen Notwendigkeit können die Meinungen zwischen Versicherer und Patient meist stark auseinander gehen. So würde ein verletzter Skiurlauber in der Schweiz aus den Augen des Versicherers ausreichend im zivilisierten Ausland behandelt werden können, auch wenn der Patient lieber nach Deutschland in ein Krankenhaus nahe seines Zuhauses und seiner Familie gebracht werden wöllte. Dies wäre nicht notwendig, aber medizinisch sinnvoll, da bekanntlich die Heilungschancen in einer vertrauten Umgebung viel höher sind.

Einige Versicherungen orientieren sich an der Krankheitsdauer. Sie übernehmen beispielsweise den Rücktransport, wenn der Krankenhausaufenthalt voraussichtlich länger als 14 Tage andauern wird.

Durchblicken im Tarifdschungel

Wie so oft im Leben ergibt es auch hier Sinn, sich umfassend zu informieren. Die Angebote und Tarife der Versicherer können stark variieren und sollten hinsichtlich des Preis-Leistungsverhältnisses unter die Lupe genommen werden.

Hierbei können Dir Vergleichsportale helfen, einen guten Tarif für Dich auszuwählen. Beispielsweise bietet die Stiftung Warentest eine Übersicht aus 47 Tarifen für Benutzer an. Bist du unsicher worauf Du bei der Auswahl der Versicherung achten solltest, so unterstützen wir Dich gern 100 % kostenlos. Wir führen einen umfassenden Vergleich für Dich durch und wählen den Tarif, der am besten zu Deiner Reise und Deinen persönlichen Umständen passt.

Auslandskrankenversicherungen erhältst Du als Einzelperson schon für weniger als 10 € im Jahr. Für Familien bestehen spezielle Angebote von 15-30 €. Die klassischen Leistungen decken Arztbesuche, verordnete Arznei- und Hilfsmittel, Krankenhausaufenthalte und Rücktransporte nach Deutschland ab. Es ist wichtig, dass der Versicherer hierfür eine Notrufmöglichkeit für den Erkrankten eingerichtet hat, um ihn im Krankheitsfall im Ausland bei Fragen und Problemen zu unterstützen.

Weitere nützliche Leistungen der Auslandskrankenversicherung:

  • Organisation von Gepäckrückholung
  • Übernahme von zusätzlichen Hotelkosten bis 2.500 €, wenn der gebuchte Aufenthalt wegen eines Krankenhausaufenthaltes unterbrochen/ verlängert werden muss
  • Organisation und Bezahlung einer Betreuung der versicherten Kinder unter 18 Jahren, wenn die begleitenden Erwachsen schwer erkrankt sind
  • Kostenerstattung eines Krankenbesuchs bei einem Krankenhausaufenthalt des Versicherten länger als 5 Tage
  • Kostenübernahme bei notwendigen Schwangerschaftsuntersuchungen und Entbindungen während der Reise

Achtung!

Für Familien, Schwangere und chronisch Kranke verstecken sich in einigen Policen Klauseln, welche ihren Versicherungsschutz einschränken. So sind bei manchen Familienversicherungen Kinder nur bis 17 Jahren mitversichert. Für Schwangere besteht das Risiko, dass eine Frühgeburt nicht mit abgedeckt ist und für chronisch Kranke, dass die medizinische Versorgung nicht inbegriffen ist.

Bei sogenannten Unruheländern gilt zu beachten, dass der Versicherungsschutz verfällt, wenn entgegen der Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes in diese Länder eingereist wird.

Es ist für Dich daher wirklich empfehlenswert, vor allem bei Reisen außerhalb der Europäischen Union, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen und vorher mit dieser Kontakt aufzunehmen, um inbegriffene Leistungen zu erfragen. Schließlich sollst Du Dich im möglichen Krankheitsfall auf Deine Genesung und nicht das Geld konzentrieren. Und das geht nur, wenn einer bestmöglichen medizinischen Versorgung und finanziellen Absicherung nichts im Wege steht.

Wenn Du noch weitere Fragen rund um das Thema Auslandskrankenversicherung haben solltest, dann beraten wir Dich gern und 100 % kostenfrei. Schreibe uns einfach eine Nachricht!

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

Teilen Sie diesen Beitrag mit Bekannten und Freunden!

Datum: 10. Juni 2018

Vorsicht, das ist ein sarkastischer Artikel!

Menschen sind verschieden, jeder hat persönliche Vorlieben, Interessen – kurzum ein eigenes Naturell. Dass Wesenszüge und Eigenarten auch mal kollidieren können, ist selbsterklärend.

Unsere Zeit ist wertvoll und wir suchen Mandanten, die zu uns passen. Deshalb finden wir, es ist nur fair, wenn wir Dir die Möglichkeit geben, auch mal unsere Schattenseiten kennenzulernen.

Danach kannst Du dann Dinge tun, die Dir Spaß machen – wie wäre es mit einem Wanderausflug oder einer Shoppingtour? Vielleicht backst Du mal wieder einen Kuchen? Und hast Du überhaupt den Rasen schon gemäht?!

Egal – alles ist besser als uns anzurufen, anzuschreiben, aufzulauern oder uns auf irgendeine andere Art und Weise zu mit Aufgaben zu betrauen. Du wirst es nicht bereuen, nachdem Du von den folgenden Nachteilen erfahren hast. Wir hoffen von ganzem Herzen, Deine Bedürfnisse nicht befriedigen zu können.

1. Du liebst es, stundenlang das Internet zu durchforsten, um nach den besten Versicherungen für Dich zu suchen?

Selbst ist der Mann! Wer braucht schon Berater und Vermittler, wenn das World Wide Web mit etwa einer Billion Homepages, Blogs und Online- Aufritten auf Dich wartet? Das Internet ist ein toller Ort.

Zwischen den geistigen Ergüssen pubertätsgeschüttelter Teenager, den abstrusen Beweisketten absolut glaubwürdiger Verschwörungstheoretiker und verpixelten Videos von Nachbarin Brigittes Schlafzimmeraktivitäten wartet mit Sicherheit eine perfekt auf Deine Bedürfnisse zugeschnittene Berufsunfähigkeitsversicherung auf Dich!

Leider ist dann unser Spezialkonzept nichts für Dich, denn wir finden innerhalb kürzester Zeit die passenden Versicherungen für Dich und Dein Leben.

2. Du zahlst gern für die Arbeitsleistung, wie bei Anwälten und Steuerberatern so üblich?

Nichts ist umsonst – selbst der Tod kostet das Leben. Ist das Deine Einstellung?

Dann passen wir nicht zusammen, denn unsere Beratungsleistung ist für Dich vollkommen kostenfrei!

Schön, dass es noch Menschen wie Dich gibt, die großzügig mit Banknoten um sich werfen, anstatt der „Geiz ist geil“- Mentalität zu frönen. Die Menschen brauchen Dein Geld!

3. Du liebst das Risiko und die Ungewissheit, ob Deine Versicherung im Schadensfall auch wirklich zahlt?

Eine Versicherung, die Ihren Zweck erfüllt und bei der Du nicht das Gefühl hast, nur für prunkvolle Firmenfeiern zu spenden und in die neuen SUV- Panzer der Chefs zu investieren – gibt es etwas Langweiligeres? Das ist höchstens etwas für verspießerte Kleinbürger und Angstmenschen.

Schließlich bist Du Abenteurer und liebst die Spannung!

Außerdem kann Krebs auch mit einer kräftigen Gemüsebrühe kuriert werden, den Haftpflichtschaden arbeitest Du einfach ab und wer einen gebrochenen Arm nicht selbst eingipsen kann, ist sowieso lebensunfähig.

Auf jeden Fall solltest Du Dich von uns fernhalten, denn wir achten auf einen möglichst umfassenden Leistungskatalog und beachten auch die Zahlungsmoral der Versicherer bei der Produktauswahl.

4. Ein paar Hundert Euro zu viel für Deine Versicherungen zu zahlen, ist kein Problem für Dich?

Was kostet die Welt? Versicherungen shoppst Du genauso wie Du Deinen wöchentlichen Einkauf beim Fleischer erledigst. Bei der Frage „Darf es etwas mehr sein?“ kannst Du nicht „nein“ sagen.

Preise vergleichen ist ohnehin zu anstrengend. Du gehst einfach zum nächstbesten Vertreter und kaufst ihm alles ab. Der braucht nämlich auch mal Erfolgserlebnisse!

Bei uns bist Du dann aber an der falschen Adresse: Wir vergleichen für Dich hunderte Versicherer und Tarife und suchen den für Dich passenden heraus. Unnötige und kostenintensive Bausteine, welche Deinem Risiko nicht entsprechen, bieten wir Dir gar nicht erst an.

5. Du liebst es mehrere Ansprechpartner für Deine Versicherungen zu haben?

Natürlich darf sich alle paar Jahre ein neuer Mitarbeiter bei Dir vorstellen. Du bist ja schließlich kein Einsiedler und freust Dich immer, neue Leute kennenzulernen.

Und wie Du sicher weißt; eine hohe Personalfluktuation bedeutet, dass die Berater einen tollen Job gemacht haben. Die wurden bestimmt alle nur befördert!

Bei uns hast Du einen Ansprechpartner für alle Deine Verträge – ziemlich öde, oder?

6. Du magst Schauergeschichten und Abschlussdruck?

Noch besser als jeder Gruselfilm sind bekanntlich die Horrorszenarien der Versicherungsvermittler.

Stell Dir vor, Du schließt nicht genau jetzt und heute eine Risikolebensversicherung ab. In der nächsten Sekunde hast Du vielleicht einen Herzinfarkt oder wirst auf dem Heimweg von einem Auto überfahren.

„Wo ist der Stift??? Schnell unterschreibe, solange Du noch kannst!!! Was wird sonst aus Deinen Kindern?“

Ein lockeres Gespräch ist für Dich unseriös.

Du magst es, wenn Dein Vermittler mehr Drücker als Berater ist – das empfindest Du als zielstrebig und angenehm.

Auch hier müssen wir Dich enttäuschen: Damit können wir leider auch nicht dienen…

7. Lange Wartezeit bis zur Regulierung Deiner Schäden nimmst Du gerne in Kauf und verzichtest auf Deine Ansprüche?

Gratulation – Du bist der Traumkunde für gierige Versicherungsunternehmen!

Schade, dass wir im Schadensfall auf der Seite unserer Mandanten stehen, sie bei der Abwicklung unterstützen und nicht für den Versicherer arbeiten.

8. Du liebst es, Versicherungen zu haben, die Du nicht verstehst und nach einem stundenlangen Beratungsgespräch genauso schlau zu sein wie zuvor?

Manchmal hast Du Schlafprobleme, selbst starke Medikamente wirken nicht mehr.

Das stört Dich allerdings gar nicht mehr, denn Du hast den heiligen Gral der Schlafmedizin bereits entdeckt: Deinen Berater.

Du schließt möglichst oft Verträge ab, um in den Genuss einer mehrstündigen Gesprächstherapie zu kommen, nach der du völlig erschöpft, aber glücklich in die süße Welt der Träume reist.

Dass du nicht verstehst, was du abschließt, schon abgeschlossen hast und noch abschließen wirst, ist Dir egal. Ein Mensch kann schließlich nicht allwissend sein!

Leider sind wir keine Ärzte und können Dir bei Deinen Schlafproblemen nicht helfen.

Unsere Mandanten quälen wir mit gut verständlichen Informationen und gehen auf alle Rückfragen ein. Stundenlange Beratungsgespräche erachten wir als wenig zielführend.

9. Verkäuferische Suggestivfragen empfindest Du als geistig entspannend?

Natürlich, denn was gibt es besseres als eine Frage, bei der Dir die Antwort schon in den Mund gelegt wird?! Nachdenken muss man schon genug – unsere Welt ist schnell und komplex. Wie schön ist es da, diesem Druck wenigstens für ein Weilchen im örtlichen Versicherungsbüro entfliehen zu können?

Zu unserem Leidwesen müssen wir gestehen, dass wir Mandanten mögen, die nachdenken und nachhaken. Mit einem Kopfnickroboter möchten wir keine Geschäftsbeziehung eingehen. Sorry.

10. Du stehst auf Berater mit Bauchläden ohne Ausbildung?

Wie praktisch ist es doch, wenn der Makler nicht nur Versicherungen, sondern auch Strom- und Mobilfunkverträge vermittelt? Eine Oase in der Servicewüste Deutschland!

Ob der Berater überhaupt eine Ausbildung hat, ist dir völlig egal. Know how ist nicht der entscheidende Faktor – Empathie und Charme zählen viel mehr. Und außerdem kann man sich ja auch alles selbst beibringen, oder?

Dein Wohnzimmer hast Du schließlich auch allein gestrichen und keinen Maler kommen lassen, auch wenn Deine Frau an Dir gezweifelt hat. Du willst einen Macher haben!

Mit uns kannst Du nur über Finanzen und Versicherungen reden, alles andere haben wir nicht im Repertoire. Dafür setzen wir auf Qualifikation und Wissen, Verkäufer mit Wochenendkurs haben wir nicht zu bieten.

11. Du liebst Papier und Deine schönsten Stunden sind es, Unterlagen abzuheften?

Wer kennt es nicht? Dieses erquickende Gefühl, wenn man sich dem Stapel auf seinem Schreibtisch zuwendet. Sortieren, lochen, abheften: Büroarbeit kann Spaß machen! Die ganze Woche fieberst Du mit gespannter Erwartung dem Wochenende entgegen, um Deiner Lieblingsbeschäftigung nachzugehen.

Deine Leidenschaft mit uns auszuleben, wird jedoch schwierig.

Unsere Mandanten- App, mit der Du alle Verträge und Dokumente immer und überall einsehen kannst, ist dann eher nichts für Dich.

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

Teilen Sie diesen Beitrag mit Bekannten und Freunden!

Datum: 26. Mai 2018

Krankheit, körperliche und finanzielle Grenzen, Pflege – für die einen noch weit entfernt, für die anderen längst Alltag. Die Pflegevorsorge ist nicht nur ein Thema für Alt, sondern auch für Jung. Gesundheit, Glück und Kraft sind nicht nur die typischsten sowie häufigsten Glückwünsche, nein – ohne sie sähe die Welt ganz anders aus. Unfälle oder Krankheiten können jeden treffen und den Alltag verändern. Mit einer Pflegeversicherung verhält es sich hierbei wie mit allen anderen Versicherungen: Je früher man sie abschließt, desto niedriger sind die Beiträge. Auch ein Punkt, den gerade junge Menschen nicht aus den Augen verlieren sollten.

Immer noch nicht überzeugt? Nun, die Zahlen sprechen für sich. Aktuell gibt es in Deutschland 2,9 Millionen pflegebedürftige Menschen. Für 2030 prognostizieren Experten des Statistischen Bundesamts sogar rund 3,4 Millionen Pflegebedürftige.

Diese Begriffe zur Pflegetagegeldversicherung solltest Du vorab kennen

Pflegebedürftigkeit

Menschen, welche aufgrund von Krankheit oder Behinderung in ihrer Selbstständigkeit im Alltag dauerhaft (6 Monate und/ oder mehr) eingeschränkt sind, benötigen die Hilfe oder Pflege durch andere.

Pflegegrad

Anhand der neuen fünf Pflegegrade 1, 2, 3, 4 und 5 (vorher bekannt als Pflegestufen 1-3) werden Pflegebedürftige und Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz (z.B. Demenzkranke,…) nach ihrer noch vorhandenen Selbstständigkeit beurteilt. Je nach eingestuften Grad erhalten sie entsprechende Leistungen aus der Pflegeversicherung.

  • Pflegegrad 1: Geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  • Pflegegrad 2: Erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  • Pflegegrad 3: Schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  • Pflegegrad 4: Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  • Pflegegrad 5: Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

Pflegegeld

Pflegegeld erhalten anerkannte Pflegebedürftige, welche zu Hause von Angehörigen, Bekannten oder Freunden betreut oder gepflegt werden. Dieser monatlich von der gesetzlichen/ privaten Pflegeversicherung gezahlte Beitrag soll den Aufwand der Pflegenden abdecken.

Pflegesachleistungen

Dieses Sachgeld ist für den Einsatz von professionellen Pflegediensten in der häuslichen Pflege gedacht. Die Pflegekasse übernimmt bei genehmigten Pflegegrad bis zu einer gewissen Summe die Kosten für den Pflegedienst.

Warum eine Pflegetagegeldversicherung sinnvoll ist

Kommt es zu einer Pflegebedürftigkeit eines Menschen, zahlt die gesetzliche oder private Pflegekasse abhängig vom Pflegegrad der Person ein gesetzliches Pflegegeld bzw. gesetzliche Leistungen. Diese Leistungen sichern jedoch nur die Grundversorgung eines Pflegebedürftigen ab. Anstehende Ausgaben für eine intensive Betreuung, Hilfsmittel im Alltag oder barrierefreies Wohnen überschreiten die finanziellen Möglichkeiten. Es entsteht eine Versorgungslücke beim Betroffenen. Diese wird umso größer, je mehr Pflegebedarf besteht. Durch die Pflegetagegeldversicherung kann diese Lücke geschlossen werden und das benötigte Geld in die finanzielle sowie selbstbestimmte Unabhängigkeit des pflegebedürftigen Menschen gesteckt werden.

Prinzip und Leistungen der Pflegetagegeldversicherung

Die Höhe der monatlichen Leistung der Pflegeversicherung orientiert sich am Pflegegrad und daran, wie bzw. wo der Erkrankte gepflegt wird.

Starre Pflegetagegeld-Tarife

Starre (statische) Tarife gehören zu den klassischen, am häufigsten vertretenen Tarifen. Abhängig von der Höhe der monatlichen Beiträge besteht ein versicherter Tagessatz im Falle der Pflegebedürftigkeit. Der Betrag des Tagessatzes wird in Pflegegrad 5 frei gewählt, wo auch 100 % des Tagessatzes gezahlt werden. In den übrigen Pflegegraden erhält der Versicherte abgestufte Leistungen, d.h. der Versicherer legt das Pflegegeld prozentual ausgehend vom Betrag in Grad 5 fest. (Grad 1: 5 % bis 20 %, Grad 2: 20 % bis 40 %, Grad 3: 50 % bis 70 %, Grad 4: 80 % bis 100 %, Grad 5: 100%).

Flexible Pflegetagegeld-Tarife

Bei flexiblen Tarifen kann der Tagessatz auch individuell pro Pflegegrad vom Versicherten festgelegt werden. Damit lässt sich auch für die niedrigen Pflegegrade 0 und 1 schon eine relativ hohe Leistung zu einem vergleichsweise günstigen Beitrag erzielen.

Unverbindliche Beispielberechnung:

starrer Tarif, abgestufte Leistungen

Pflegestufe I/ Pflegegrad 2/3

  • 1x täglich benötigte Hilfe bei 2 Verrichtungen aus dem Bereich Körperpflege, Ernährung oder Mobilität
  • mehrfach pro Woche hauswirtschaftliche Hilfe
  • Zeitaufwand: mind. 90 Min. pro Tag

Pflegeumfang und Kosten

Häusliche Pflege durch Angehörige:

  • ehrenamtliche Haushaltshilfe: 455,00 €
  • Studenten (20 Std. monatlich): 200,0

monatliche Kosten gesamt: 655,00 €
max. gesetzliches Pflegegeld: -316,00 €
Versorgungslücke: 339,00 €

Leistung mit einer Tagegeldversicherung

Bei 30 % des versicherten Tagessatzes (z. B. 50 €) ergibt sich ein monatlicher Leistungsbetrag von 450 €:

30 Tage x 50 € x 30 % = 450 € monatlich

Die Versorgungslücke wird somit komplett geschlossen. Es bleiben sogar 111 € übrig.

Pflegestufe II/ Pflegegrad 3/4

  • 3x täglich Hilfe aus dem Bereich Körperpflege, Ernährung oder Mobilität
  • mehrfach pro Woche hauswirtschaftliche Hilfe
  • Zeitaufwand: mind. 3 Stunden pro Tag

Pflegeumfang und Kosten

Häusliche Pflege durch Pflegedienst:

  • Pflegekosten: 1.040,00 €
  • Anfahrtspauschale 6–20 Uhr: 120,0
  • 3 Mahlzeiten täglich: 285,00 €
  • Putz- und Haushaltshilfe: 705,00 €

monatliche Kosten gesamt 2.150,00 €
max. gesetzliche Sachleistung -1.298,00 € ambulant
Versorgungslücke: 852,00 €

Leistung mit einer Tagegeldversicherung

Bei 60 % des versicherten Tagessatzes (z. B. 50 €) ergibt sich ein monatlicher Leistungsbetrag von 900 €:

30 Tage x 50 € x 60 % = 900 € monatlich

Die Versorgungslücke wird somit komplett geschlossen. Es bleiben sogar 48 € übrig.

Pflegestufe III/ Pflegegrad 4/5

  • rund um die Uhr (auch nachts) Hilfe bei Körperpflege, Ernährung oder Mobilität
  • mehrfach pro Woche hauswirtschaftliche Hilfe
  • Zeitaufwand: mind. 5 Stunden pro Tag

Pflegeumfang und Kosten

Stationäre Pflege im Pflegeheim:

  • Pflegesatz 2.192,00 €
  • Unterkunft und Verpflegung 503,00 €
  • Investitionskosten 505,00 €

monatliche Kosten gesamt 3.200,00 €
max. gesetzliche Sachleistung -1.775,00 € stationär
Versorgungslücke: 1.425,00 €

Leistung mit einer Tagegeldversicherung

Bei 100 % des versicherten Tagessatzes (z. B. 50 €) ergibt sich ein monatlicher Leistungsbetrag von 1.500 €:

30 Tage x 50 € x 100 % = 1.500 € monatlich

Die Versorgungslücke wird somit komplett geschlossen. Es bleiben sogar 75 € übrig.

Die Leistungen der Pflegetagegeldversicherung sind nicht zweckgebunden und es wird kein Kostennachweis benötigt. Der Versicherte kann frei über das Geld verfügen. Somit kann der finanzielle Pflegeaufwand komplett abgefedert werden und übriges Geld in die Gesundheit, Absicherung oder einfach in die schönen Dinge des Lebens investiert werden.

Darauf solltest Du bei Deiner Pflegetagegeldversicherung achten

Leistungsumfang

  • sollte alle Pflegegrade sowie die häusliche und stationäre Pflege umfassen
  • gleiche Vergütung der Pflegeleistungen von Angehörigen sowie vom Pflegedienst
  • von Vorteil ist rückwirkender Versicherungsschutz mit geringer Wartezeit
  • geltende Versicherung auch bei Reisen innerhalt der EU
  • manche Versicherer bieten zusätzliche Einmalzahlung bei erstmaliger Feststellung einer Pflegebedürftigkeit an (z.B. 1x 50-facher Tagessatz für notwendige Umbaumaßnahmen im Haus)

Pflegetagegeld – Auszahlung

  • beachten, dass der Anbieter unabhängig von der Pflegeart zahlt (kostengünstige Anbieter beschränken ihre Tagegeld gern nur auf die  stationäre Pflege)
  • keine Auszahlungen bei Todesfall oder Kündigung der Versicherung

Beitragsbefreiungen

  • je nach Anbieter müssen im Pflegefall abhängig vom Pflegegrad weiter Beiträge gezahlt werden oder aber es wird bereits ab Pflegegrad 1 auf Beitragszahlungen verzichtet

Dynamik

  • Möglichkeit der regelmäßigen Erhöhung der vereinbarten Leistungen bei Kostensteigerungen ohne erneute Gesundheitsprüfungen

Kündigung

  • Verzicht des Versicherers auf das ordentliche Kündigungsrecht

Gesundheitsfragen

  • bei falschen Angaben zu Vorerkrankungen geht der Versicherungsschutz verloren
  • daher auf geschlossene Ja/ Nein- Gesundheitsfragen und Ablehnungskriterien im Antragsformular achten, welche nicht zur Falschbeantwortung der Fragen führen können

Fazit zur Pflegetagegeldversicherung

Wie Du siehst, gewährleistet die Pflegetagegeld- Versicherung eine verlässliche Absicherung und deckt die Versorgungslücke der gesetzlichen Pflegeversicherung ausreichend ab. Für weitere Fragen rund um das Thema Pflege und Versicherung, kontaktiere uns einfach telefonisch oder direkt per Mail! Wir beraten Dich gern persönlich und 100 % kostenfrei.

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

Teilen Sie diesen Beitrag mit Bekannten und Freunden!

Datum: 8. Mai 2018

Krankheiten, besonders langwierige, sind Lehrjahre der Lebenskunst und der Gemütsbildung.

(Georg Philipp Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg)

Krank ist jeder hin und wieder – das ist klar. Doch was tun, wenn Rückenschmerzen durch langes kontinuierliches Sitzen am Arbeitsplatz, psychische Krankheiten durch zu viel Stress oder gar Unfälle einem das Arbeiten für eine längere Zeit unmöglich machen? Auch wenn es zunächst unwahrscheinlicher erscheint, als man denkt – Arbeitsunfähigkeit über einen längeren Zeitraum führt zu einer bedeutenden finanziellen Lücke. Wie es genau zu dieser Lücke kommt, wie Du diese schließen kannst und was die Krankentagegeldversicherung damit zu tun hat, erfährst Du in diesem Artikel.

Wie entsteht eine finanzielle Lücke?

Wenn der gesetzlich versicherte Arbeitnehmer krank bzw. arbeitsunfähig wird, hat er Anspruch darauf, dass sein volles Gehalt für 6 Wochen vom Arbeitgeber normal weiter gezahlt wird.

Diese 6 Wochen entsprechen genau 42 fortlaufenden Kalendertagen ohne Rücksicht auf die Arbeitstage des erkrankten Arbeitnehmers oder Sonn- und Feiertage. Die Berechnung erfolgt nach den §§ 187 f. BGB. Sie beginnt bei Niederlegung der Arbeit während des Arbeitstages erst am folgenden Tag zu laufen.

Aber was passiert, wenn der Arbeitnehmer länger als 6 Wochen ausfällt? Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten nun das geringere Krankengeld von ihrer Krankenkasse, welches rund 10 -20 % unter dem jeweiligen Nettogehalt liegt. Es entsteht somit eine finanzielle Lücke, denn Ausgaben für Lebenserhaltungskosten (wie Miete, Telefon, Lebensmittel etc.) bleiben bestehen und weitere medizinische Kosten kommen ggf. noch dazu.

Um diese finanziellen Einbußen ab der 7. Krankheitswoche abzufedern, kommt an dieser Stelle die Krankentagegeldversicherung ins Spiel. Diese freiwillige Zusatzversicherung stockt die entstehenden Fehlbeträge mittels des Krankentagegelds für die kommende Zeit auf und ermöglicht eine gesicherte Existenz und eine sorglose Genesung.

Das Krankentagegeld wird steuer- und abgabenfrei, also ohne Abzug von Steuern oder Sozialversicherungsbeiträgen, ausgezahlt bis Sie wieder gesund sind oder eine dauerhafte Berufsunfähigkeit diagnostiziert wird.

Eine Krankenhaustagegeldversicherung ist überflüssig, da der Verdienst­ausfall bei Kranken­haus­auf­enthalten schon durch das Krankengeld der Kasse abge­deckt wird.

Hinweis: Nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit (AU) muss der Arbeitnehmer innerhalb 1 Woche die vom Arzt ausgestellte AU-Bescheinigung bei seiner Krankenkasse vorlegen. Sonst erlischt der Anspruch auf Krankengeld.

Weitere AU-Bescheinigungen müssen im Verlauf der Krankheit fließend aneinander anschließen.

Sollte eine Krankschreibung bis zu einem Freitag vorliegen, so darf der Kranke nicht erst am Montag nach dem Wochenende für eine neue Krankschreibung zum Arzt gehen. Es dürfen weder Feiertage noch Wochenenden dazwischen liegen. Sollte dies der Fall sein, erlischt der Krankengeldanspruch sofort.

Wie berechnet sich meine Einkommenslücke und wie schließe ich diese?

Um zu wissen, ob sich eine Krankentagegeldversicherung für Dich lohnt, zeigen wir Dir jetzt, wie sich Deine Lücke berechnet.

Benötigt wird Dein Nettogehalt. Sagen wir, es beträgt beispielsweise 1.600 €. Nun zahlt die Krankenkasse im Falle des Krankengeldanspruchs 70 % des Bruttogehalts oder maximal 90 % des Nettogehalts. Somit würde Dein Krankengeld ca. 1.440 € betragen.

Die darauf zu zahlenden Sozialversicherungs­beiträge in Höhe von 12,125 % schmälern Dein Krankengeld auf 1.265 €. Wenn Du nun das Krankengeld von 1.265 € von Deinem Ursprungsgehalt 1.600 € abziehst, erhältst Du eine finanzielle Lücke von 335 €, welche am Monatsende besteht. Diese Lücke wird durch das Krankentagegeld gefüllt. Es darf jedoch zusammen mit Deinem Krankengeld und anderen Lohnersatzleistungen nicht das vorherige Nettoeinkommen übersteigen.

Für Versicherte, welche mehr als 4.237,50 Euro verdienen, beträgt das Krankentagegeld maximal 2.966 Euro im Monat (2017).

Rechenbeispiel KrankengeldKrankentagegeldversicherung Berechnungsbeispiel

Wie lange zahlt die gesetzliche Krankenversicherung? Was passiert danach? Erwerbsminderungsrente oder Harz IV?

Gesetzlich Versicherte erhalten von ihrer Krankenkasse für maximal 72 Wochen, also 18 Monate, ihr Krankengeld. Danach wird diese Zahlung von der Krankenkasse eingestellt, ungeachtet davon, ob sie wieder gesund sind oder nicht. Abhängig vom jeweiligen Gesundheitszustand gibt es nun drei Möglichkeiten, wie es weiter gehen kann.

  1. Wieder­einstieg in den Job
  2. Arbeits­losig­keit
  3. Erwerbs­minderungs­rente

Hinweis: Wenn der Arbeitnehmer innerhalb der drei Jahre mehr­mals aufgrund derselben Krankheit arbeits­unfähig ist, erhält er dafür insgesamt 72 Wochen Krankengeld. Diese Frist verlängert sich nicht, wenn eine neue Krankheit inner­halb der ersten Arbeits­unfähigkeit hinzukommt. Erst wenn eine weitere Erkrankung frühestens am Tage nach dem Ende der ersten Krankheit auftritt, kommt es zu einem neuen Krankengeld­anspruch.

Sollte die Krankheit länger als 72 Wochen andauern und damit die Zahlung des Krankengelds eingestellt werden, so hat der Versicherte einen Anspruch auf Arbeits­losengeld I (ALG I), wenn die Erwerbs­minderungs­rente nicht oder noch nicht genehmigt worden ist. Versicherte unter 50 Jahren erhalten dann das ALG I für ein Jahr, Ältere über 50 stufen­weise länger. Ab einem Alter von 58 Jahren wird das ALG I für zwei Jahre gezahlt. Danach folgt das geringere Arbeits­losengeld II (ALG II bzw. Hartz IV) zur Grundsicherung des Lebensunterhalts.

Momentan beziehen 1,8 Mio. Menschen in Deutsch­land eine Erwerbs­minderungs­rente. Diese beläuft sich auf ca. 731 Euro (Stand 2016). Eine Erwerbs­minderungs­rente erhalten Mitglieder der gesetzlichen Renten­versicherung dann, wenn sie mindestens fünf Jahre Mitglied in der Renten­versicherung gewesen sind.

Sollte der Antragsteller aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sein, mehr als drei Stunden am Tag arbeiten zu können, so wird eine volle Erwerbsminderungsrente gezahlt. Ist es dem Kranken möglich, noch zwischen drei und sechs Stunden am Tag eine Tätigkeit auszuüben, so erhält er eine Teilerwerbsminderungsrente.

Für wen ist das Krankentagegeld sinnvoll?

Die Krankentagegeldversicherung ist eine freiwillige Zusatzversicherung für Angestellte, Freiberufler und Selbständige.

Besonders für Selbständige und Freiberufler kann ein längerer Krankheitsfall die Existenz gefährden. Es gibt keine übliche Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber für die nächsten sechs Wochen. Zudem wählen viele freiwillig versicherte Selbständige und Freiberufler die Möglichkeit des verringerten Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung. Sie erhalten somit auch kein Krankengeld ab dem 43. Krankheitstag.

Eine Krankentagegeldversicherung ist für Selbständige und Freiberufler also im Falle einer langandauernden Krankheit existenzsichernd.

Sinnvoll ist das Krankentagegeld auch für Privatversicherte. Denn nur wer sich in der gesetzlichen Krankenkasse befindet, erhält auch von dieser sein Krankengeld. Privatpatienten, welche nicht gesetzlich versichert sind, haben somit keinen Anspruch auf Krankengeld und sind daher auf ein ausreichendes Krankentagegeld, im Falle eines längeren Verdienstausfalls, angewiesen.

Kein Krankentagegeld benötigen Beamte und Beamtenanwärter während des Referendariats, weil ihr Dienstherr die Bezüge bei einer Krankheit weiterzahlt.

Darauf solltest Du bei Deinem Vertrag achten!

In allererster Linie gilt natürlich, dass Du Dich ausführlich mit den Leistungen Deiner Versicherung oder den anderen Angeboten beschäftigst, damit Du den Anbieter nicht ständig wechseln musst. Dies macht nämlich 1. zu viel Arbeit und es wird 2. mit steigendem Alter komplizierter, einen günstigen neuen Vertrag zu bekommen.

Sollte es zu einer Arbeitslosigkeit kommen, enden automatisch die meisten Verträge. Verschiedene Versicherer kündigen den Vertrag aber erst, wenn keine Anstrengungen bei der Jobsuche mehr zu erkennen sind oder Hartz IV die Folge ist. Solltest Du einmal arbeitslos werden, besteht die Möglichkeit, den Vertrag beitragsfrei ruhend zu stellen bis ein neuer Job gefunden wurde.

Ein sehr wichtiger Punkt, auf den Du in Deinem Vertrag achten solltest, ist der Kündigungsverzicht des Versicherers. Normalerweise darf der Krankentagegeld- Versicherer den Vertrag innerhalb der ersten drei Jahre grundlos aufheben. Es gibt jedoch auch Anbieter, welche auf dieses „ordentliche Kündigungsrecht“ verzichten und Dich damit auch nach mehr als drei Jahre andauernder Krankheit nicht hängen lassen.

Fazit zur Krankentagegeldversicherung

Wie Du siehst, gewährleistet die Krankentagegeld- Versicherung bei gesundheitlichen Notfällen eine verlässliche Absicherung und deckt bestehende sowie anfallende Kosten ausreichend ab. Diese sinnvolle Ergänzung ist bereits für weniger als 3 € Monatsbeitrag erhältlich. Für weitere Fragen rund um das Thema Gesundheit, kontaktiere uns einfach telefonisch oder direkt per Mail! Wir beraten Dich gern persönlich und kostenfrei.

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

Teilen Sie diesen Beitrag mit Bekannten und Freunden!

Datum: 19. April 2018
Artikel von Diana Schöne

Was sind eigentlich Versicherungen? Warum benötigt man diese?

Jeder von uns war mal ein Kind oder ist es immer noch. Erinnert Ihr Euch an die Zeit, in der Eure Eltern oder Eure Großeltern Euch Kinderbücher vorgelesen haben? So viele tolle Märchen und Geschichten, die Euch Sicherheit vermittelt haben. Die Zeit war schön und an diese erinnern wir uns gerne! In der Kindheit war es unbeschwerter, heute müssen wir Verantwortung für uns selbst übernehmen. Es wird sich niemand ein Leben lang so intensiv um uns kümmern, wie wir es von früher gewöhnt waren. Wir müssen uns die Informationen selbst beschaffen, Wissen aneignen, aus Fehlern und Erfahrungen lernen und somit bestehende Gefahren für uns vermeiden bzw. erfahren, wie man mit diesen am besten umgehen sollte.

Mit dem Thema Sicherheit beschäftigen wir uns jeden Tag. Wir lieben das Gefühl der Wärme und der Geborgenheit. Warum reagieren wir auf das Wort Versicherung so negativ, desinteressiert und gelangweilt?

Es war einmal… Jeder kennt diesen Anfang. Da möchte man sich gleich hinsetzen und zuhören. Na dann setzt Euch mal hin und hört gut zu.

Es war einmal eine Königin, die sich nichts mehr wünschte, als ein Kind zu bekommen. Als sie eines schönen Wintertages am Fenster saß und nähte, stach sie sich in den Finger. Und wie der Blutstropfen so auf den weißen Schnee fiel, sagte sie sich: ,,Hätte ich ein Kind mit Haut so weiß wie Schnee, mit Lippen so rot wie Blut und mit Haar so schwarz wie Ebenholz, ich würde das Kind schützen und pflegen, bis dass der Tod uns scheidet.“

Ihr Wunsch erfüllte sich und sie nannte ihr Kind Schneewittchen. Nach der Geburt starb die Königin und somit wurde das Kind Halbwaise. Der König nahm sich eine neue Frau. Zwar war diese sehr schön, aber auch sehr boshaft. Die Königin wollte Schneewittchen von einem Jäger im Wald töten lassen, da sie die Schönste im Land war. Der König konnte seine Tochter vor ihr nicht schützen. Doch der Jäger brachte es nicht übers Herz und ließ Schneewittchen im Wald laufen. Die Königin glaubte an ihren Tod. Währenddessen stieß Schneewittchen im Wald auf ein Häuschen, in dem sie Schutz suchte. Die sieben Zwerge haben ihr Unterschlupf gewährt, bis die böse Stiefmutter erfuhr, dass die Prinzessin immer noch am Leben war.

Voller Wut versuchte sie in Gestalt einer alten Frau, Schneewittchen mit einem vergifteten Apfel zu töten… Und dies ist ihr gelungen. Ende!

Fühlt Ihr Euch jetzt aufgebracht und unruhig? Wie – das Märchen hatte kein gutes Ende? Zum Glück wissen wir, wie die Geschichte endet. Der Prinz erweckt sie mit einem sanften Kuss zum Leben und sie leben glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage.

Versicherungen und das Gefühl der Sicherheit

Wir brauchen Sicherheit und wir lieben Sicherheit. Es ist ein warmes und beruhigendes Gefühl. Genau aus diesem Gefühl hat die Branche ihre Wurzeln entwickelt.
Um Euch an erster Stelle, im Falle einer Krankheit oder eines Unfalls, die finanzielle Sicherheit zu geben. Versicherungen sind sehr speziell und komplex: Ein Dschungel voller Klauseln, Verträge und Policen.

Ich werde sehr oft gefragt: „Diana, warum hast du denn diese Branche gewählt? Hättest was Kreatives machen können!“ Ich muss immer wieder schmunzeln. Ich sehe unglaublich viel Potenzial in der Branche. Natürlich hätte ich etwas anderes machen können. Aber hier kann ich etwas bewirken. Hier kann ich etwas verändern und genauso meine Kreativität nutzen.

Früher oder später kommt jeder mit den Versicherungen in Berührung. Und man sollte sich damit beschäftigen, damit diese Art von Berührung nicht zu überraschend ist. Es geht hier nämlich um Euch. Und wer soll sich sonst um Euch kümmern wenn nicht Ihr selbst?
Ich finde es schade, dass die Branche als spießig bezeichnet wird. Früher dachte ich ähnlich:
„Warum sollte ich mich gegen etwas schützen wollen, was hoffentlich nie eintritt?
Warum sollte ich mich für den Tag schützen, wenn ich meinen Job nicht mehr ausführen kann und auf andere angewiesen bin?“ Furchtbare Vorstellung. Da hatte ich dann auch keine Lust mehr, mich mit meinen jungen Jahren weiter damit auseinanderzusetzten.

Was ist Dein Motivator beim Thema Versicherung?

Wie groß ist die Motivation sich mit einem Thema zu beschäftigen, bei dem man den Eindruck hat, zu zahlen und zu zahlen und am Ende hört man immer wieder, dass die Versicherungen nicht leisten. „Ist mir zu unübersichtlich. Interessiert mich nicht.“ Falsch!
Auskennen, die Vorteile und das Risiko für sich erkennen und den richtigen Leuten vertrauen.

Wir sind Verkäufer. Wir verkaufen unsere Produkte. Das muss Euch bewusst werden. Es ist nichts Außergewöhnliches und wir sind nicht die Bösen.

Der Bäcker will so viele Brötchen wie möglich verkaufen. Jedes Mal, wenn ich an der Theke stehe, kommt die Frage: „Darf’s noch was sein?“ Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Du musst wissen, was Du willst! Du gehst ja nicht hinein und kaufst alle Brötchen auf einmal. Du suchst Dir ein Brötchen aus. Obwohl der Bäcker Dir noch die Mohnschnecke und das Mischbrot schmackhaft gemacht hat. Der Knackpunkt ist, wir sind Verkäufer und Berater, die Dir das Wissen in einem großen Spektrum bieten können. Ohne das Wissen bist Du aufgeschmissen. Aber Du bist derjenige, der letztendlich die Entscheidungen trifft und sich das Passende aussuchen darf.

Es wäre eine Lüge, zu behaupten, ich möchte nicht in meinem Job erfolgreich werden. Genau das ist mein Ziel! Aber mit einer guten Leistung und vor allem der passenden Qualität. Offener Kommunikation, Individualität und Ehrlichkeit. Mit diesen Faktoren kann ich vieles besser machen. Genau das habe ich vor.

Und zu Dir? Nimm es doch in die eigene Hand. Es macht Sinn, sich ein gesunden Lebensstil anzueignen, nicht zu rauchen, nicht zu trinken, regelmäßig Sport zu treiben und zu hoffen, dass alles klappt.

Hoffnung ist aber keine Taktik. Im Leben gibt es keine Sicherheit. Es kann jeden Tag etwas geschehen, was Du nicht vorher gesehen hast. Du kannst nichts verhindern. Du kannst dich nur darauf vorbereiten. Die Frage ist, wenn etwas passiert… Bist Du vorbereitet?

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

Teilen Sie diesen Beitrag mit Bekannten und Freunden!

Datum: 15. April 2018
Artikel von Tristan Süß

Das Schreckgespenst des Fachkräftemangels geht um in Sachsen. Seit Jahren ist dieser Alptraum eines jeden Unternehmers nicht nur reißerische Schlagzeile eines Boulevardblatts, sondern traurige Realität zwischen Vogtland und Oberlausitz. Besonders mittelständische Betriebe beklagen eine zunehmende Abwanderung, sowohl von Young Professionals als auch qualifizierten Nachwuchskräften und potenziellen Lehrlingen, in die westlichen Bundesländer. Hinzu kommt der immer problematischer werdende demografische Wandel und als wenig schmackhaftes Topping der sukzessiv sinkende Bildungsstandard an den Schulen.

Kurzum: Es mangelt an geeigneten Arbeitskräften.

Die Unternehmen versuchen diesem Problem mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog und auf eine häufig unkonventionelle Art, wie beispielsweise einem Shuttle- Service für Lehrlinge, entgegenzuwirken. Dabei gibt es ein wesentlich praktikableres und attraktiveres Instrument, um in nahezu jedem Betrieb und jeder Firma, unabhängig von Branche, Standort oder Größe, neue Mitarbeiter zu werben und vor allem um bereits bestehende und in den unternehmensindividuellen Arbeitsalltag integrierte Fachkräfte zu behalten: die betriebliche Altersvorsorge (bAV).

Das Thema Rente lässt garantiert keinen Arbeitnehmer kalt, ist die Sicherheit der gesetzlichen Altersrente doch zu Recht umstritten. Längst ist der Aufbau einer privaten Zusatzversorgung nicht mehr die Ausnahme, sondern zur Regel geworden. Wenn diese Zusatzversorgung zusammen mit dem Arbeitgeber aufgebaut wird, so bleibt dieser nicht mehr nur ein Chef, der den momentanen Lebensunterhalt seiner Angestellten finanziert, sondern darüber hinaus derjenige, der sogar noch nach Ausscheiden aus dem Erwerbsleben den wohlverdienten Ruhestand nicht zur Armutsfalle werden lässt.

Die bAV ist hierbei kein starres Konzept, sondern kann nach Belieben individualisiert werden. Der Arbeitgeber kann eine Betriebsrente ohne weitere Beteiligung des Angestellten zahlen, eine Leistung welche häufig als Treue- Bonus an langjährige Mitarbeiter vergeben wird. Genauso können sich natürlich auch Arbeitgeber und Angestellter die Beiträge teilen.

Eine weitere Möglichkeit ist das Verfahren der Entgeltumwandlung. Hierbei wird ein Teil des Bruttolohns als Beitrag in den Vorsorgevertrag eingezahlt. Durch die Verminderung des Bruttolohns müssen weniger Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden und das Nettogehalt des Angestellten verringert sich nur minimal – letztlich eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Natürlich verringert sich so auch die gesetzliche Altersrente, da weniger Entgeltpunkte erwirtschaftet werden; ein Manko der bei der richtigen Wichtung beider Vorsorgearten jedoch irrelevant wird. Schlicht und ergreifend muss hier eine gründliche Hochrechnung der Ansprüche aus gesetzlicher und privater Rente erfolgen, welche dann bestmöglich aufeinander abgestimmt werden.

Des Weiteren muss sich für einen der vielen Durchführungswege der bAV entschieden werden. Möglich ist zum Beispiel die sogenannte Direktzusage, bei der der Chef sich um die Anlage des Geldes selbst kümmert. Genauso können Beiträge in eine Unterstützungskasse fließen, welche anstelle des Chefs anlegt.
Aber auch Pensionsfonds sind eine Option, bei der das Unternehmen die Anlage an einen externen Dienstleister auslagert und so das Risiko abgibt.

Die Pensionskasse ist hauptsächlich für tarifgebundene Unternehmen interessant und wird von privaten Lebensversicherern, wie der Allianz oder Swiss Life, gestellt. Aufgrund des durch den Tarifvertrag erzeugten sehr hohen Absatzpotenzials, können oftmals sehr günstige Tarife angeboten werden. Der gängigste Weg für einen Mittelständler, Handwerksbetrieb oder generell nicht tarifgebundenen Unternehmen ist jedoch die Direktversicherung. Diese wird ähnlich wie die Pensionskasse mit einem privaten Lebensversicherer abgeschlossen und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Besonders attraktiv ist bei der Direktversicherung die große Auswahl an Versicherungsgesellschaften und -tarifen und die damit verbundene Flexibilität bei hoher Marktetablierung.
Auch der deutsche Staat hat erkannt, dass bAV ein lohnenswertes System für die Altersvorsorge ist und gewährt Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit auf einen Anteil der eingezahlten Beiträge.

Dies ist jedoch nur eine der vielen Varianten der Förderung, welche im Betriebsrentenstärkungsgesetz, das am 01.01.2018 in Kraft getreten ist, erwähnt wird. Ausführlicher mit diesem Thema beschäftigen wir uns in unserem Artikel zum Betriebsrentenstärkungsgesetz.

Abschließend kann man sagen, dass bAV allein durch seine bereits erlangte Marktpräsenz ein Muss für Unternehmen ist, schon um mit der Konkurrenz auf Augenhöhe zu sein. Dennoch haben nicht alle Betriebe diese Situation realisiert und so besteht immer noch die Möglichkeit, sich öffentlichkeits- und werbewirksam als bAV- Provider für seine Mitarbeiter zu etablieren.

Wenn Du noch kein Vorsorgekonzept für Deine Angestellten hast, Du sehen möchtest, ob Du mit Deinem aktuellen Standpunkt wirklich zufrieden sein kannst oder einfach nur Fragen zu diesem Thema hast – dann kontaktiere uns einfach für eine kostenlose und unverbindliche Beratung!

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

Teilen Sie diesen Beitrag mit Bekannten und Freunden!

Datum: 15. April 2018
Artikel von Tristan Süß

Was in Ländern wie den Vereinigten Staaten längst der gängige Weg ist, stellt in Deutschland auch kein Randphänomen mehr dar: Die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Rund 60 % der deutschen Arbeitnehmer bauen sich mittlerweile zusammen mit ihrem Arbeitgeber eine private Zusatzversorgung zur staatlichen Altersrente auf. Das Modell bAV hat Zukunft. Während sich der Arbeitgeber über die verstärkte Mitarbeiterbindung freut und so dem Fachkräftemangel im eigenen Betrieb entgegenwirkt, ist der Beschäftigte in der Lage durch Techniken wie der Entgeltumwandlung fürs Alter zu sparen ohne es deutlich im Portemonnaie zu spüren. Der deutsche Staat befürwortet private Altersvorsorge und macht dies mit entsprechenden Anreizen wie Steuerfreiheit für einen Teil der eingezahlten Beiträge deutlich. Dennoch ist der Anteil der betrieblich Altersversicherten in Deutschland zu klein. Besonders für Beschäftigte in eher geringer vergüteten Berufen war bAV bisher kaum ein Thema.

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz, in Kraft getreten seit 2018, soll unter anderem diesen Umstand ändern. Arbeitgeber werden vom Staat gefördert, wenn sie Arbeitnehmern mit einem Einkommen von maximal 2.200 € brutto einen jährlichen Zuschuss zwischen 240 € und 480 € zahlen. Hierbei beträgt die staatliche Förderung der Zuschüsse ganze 30 %! Besonders problematisch für Geringverdiener war bisher, dass die zusätzliche Altersrente in der Bezugsphase als Einkommen an die eventuell bezogene Grundsicherung angerechnet wurde. Auch das ist mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz passé. Ab 2018 gilt ein Freibetrag, das heißt betriebliche Rentenzahlungen bis 208 € bleiben unberücksichtigt und können gleichzeitig zur vollen Grundsicherung empfangen werden.

Des Weiteren wurde der Förderrahmen von 4 % auf 8 % der Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung West erhöht. Im Jahr 2018 ist ein Arbeitnehmer somit in der Lage, bis zu 6.240 € steuerfrei in die bAV einzuzahlen. Sozialversicherungsfrei sind immerhin 3.120 € an entrichteten Beiträgen.

Unverbindliche Modellrechnung bei einer Entwicklung von 6 % p. a. für einen Angestellten mit einem Brutto- Einkommen von 2.200 €:

Netto- Verdienst1.600,07 €
Nettoaufwand125,97 €
Steuerersparnis52,93 €
Sozialversicherungsersparnis47,19 €
Entgeltumwandlung226,09 €
Arbeitgeberzuschuss33,19 €
Neuer bAV- Beitrag260,00 €
Mögliche mtl. Rente722,49 €
Auszahlungsbetrag1.373,98 €

Eine weitere Neuerung bevorteilt vor allem den Arbeitnehmer. Wird ein Vertrag mit Entgeltumwandlung abgeschlossen, mit dem der Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge spart, so muss dieser seinem Angestellten einen pauschalen Zuschuss von 15 % des umgewandelten Betrages zahlen. Diese Regelung gilt für neue Verträge ab 2019 und für bestehende ab 2022.

Ein Novum ist auch die gesteigerte Flexibilität. Diese hat gerade bei Ruhezeiten wie Sabbaticals oder Elternzeit in der Vergangenheit gefehlt, was immer wieder zur Kritik am Modell bAV geführt hat. Mit dem neuen Gesetz besteht die Möglichkeit, bei Wiederaufnahme der Arbeit, einfach nachzuzahlen. Für jedes Jahr ohne Gehalt können bis zu 8 % der Beitragsbemessungsgrenze in den Vertrag fließen und das sogar für eine maximale Fehlzeit von 10 Jahren.

Zugegeben, die bAV ist eine Form der privaten Vorsorge, die manchmal schwer zu durchblicken ist. Schuld daran sind komplizierte rechtliche Detailregelungen, mit denen sich der juristische Laie oft überfordert fühlt. Auch hier greift der Staat durch. Schwerfällige Berechnungskonzepte wie die sogenannte Vervielfältigungsregel nach § 3 Nr. 63 EStG wurden geändert und simplifiziert. Die Vervielfältigungsregel besagt, dass der Arbeitnehmer beim Ausscheiden aus dem Unternehmen Abfindungen bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei in die bAV einzahlen konnte. Diese Höhe der Steuerfreiheit wurde nach bereits gezahlten Beiträgen und der Beschäftigungsdauer bestimmt – eine Kalkulation, die zeitraubend und aufwändig anzustellen war.
Ab 2018 werden einfach die Jahre im Angestelltenverhältnis mit 4 % der Beitragsbemessungsgrenze multipliziert. Auch hier sind, wie bei der Nachzahlungsoption, 10 Jahre die höchstmögliche kalkulatorisch verwendbare Größe.

Trotz der zunehmenden Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge ist das Vorsorgekonzept bei weitem nicht allen Arbeitnehmern bekannt. Dies ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass der Arbeitgeber keine diesbezügliche Informationspflicht gegenüber seinen Angestellten hatte. Das heißt: Der Beschäftigte musste auf seinem Chef zugehen und aktiv nach bAV fragen und den Abschluss eines Vertrages anstreben. Dieses Prinzip wurde mit der neuen „Opting out“- Regel umgekehrt. Nun muss der Arbeitgeber seine Angestellten eigeninitiativlich anmelden. Erst wenn der Arbeitnehmer widerspricht, nimmt er nicht an der betrieblichen Vorsorge teil. Voraussetzung für dieses Prinzip ist ein Tarifvertrag, aber auch nicht tarifgebundene Unternehmen können sich selbstverständlich an den tariflichen Regelungen ihrer Branche orientieren.

Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz wird die bAV zwar nicht neu erfunden, aber dennoch beträchtlich erneuert, vereinfacht und subventioniert. In Zukunft wird die bAV der gängigste Weg der privaten Vorsorge für Angestellte sein. Bei keinem anderen Produkt wird staatliche Bezuschussung und die Nutzung von Steuervorteilen so gewinnbringend kombiniert. Ein Arbeitgeber, der auf Dauer erfolgreich neue Mitarbeiter gewinnen und bestehende halten möchte, ist auf die Bereitstellung von bAV angewiesen. Gerade jetzt, wenn diese Altersvorsorge noch nicht alle Unternehmen erreicht hat, wird sie vom Arbeitnehmer als erwähnenswerte und oft wegweisende Zusatzleistung empfunden, welche das entscheidende Zünglein an der Waage bei der Wahl des Betriebes sein kann.

Dennoch ist und bleibt es ein äußerst beratungsintensives Vorsorgemodell, allein im Hinblick auf die zahlreichen möglichen Durchführungswege und die Vielzahl der Anbieter.

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

Teilen Sie diesen Beitrag mit Bekannten und Freunden!