Datum: 13. Juni 2018
Artikel von Tristan Süß

Die Lehrerverbeamtung schreitet voran – ab 2019 ist es soweit. Im ersten Teil zum Thema Lehrerverbeamtung haben wir Dir zu den folgenden Themen einen Überblick gegeben:

  • Bringt der Beamtenstatus Sicherheit?
  • Dienstunfähigkeit bei Beamten
  • Wann hast Du Anspruch auf ein Ruhegehalt?

Zum Teil eins gelangst Du hier: Lehrer in Sachsen? – Endlich verbeamtet! Teil 1

In diesem zweiten Teil möchten wir Dir gern wichtige Details zum Thema Krankenversicherung und Diensthaftpflichtversicherung für Lehrer näherbringen.

Krankenversicherung für Lehrer

Verbeamtete Lehrer haben die Wahl zwischen der gesetzlichen Absicherung (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV). Es ist eine Grundsatzentscheidung, ob man das Sachleistungsprinzip der GKV oder das Kostenerstattungsprinzip der PKV wählt.

Die gesetzlichen Kassen haben einen Leistungskatalog, der von der Regierung festgelegt wird und zwischen den einzelnen Anbietern nur geringfügig differiert. Die PKV indessen bietet einen deutlich größeren Gestaltungsspielraum. Verträge können individuell zugeschnitten und Schwerpunkte in der Versorgung gesetzt werden. Die Fülle an unterschiedlichen Tarifvarianten und Versicherern bietet die Möglichkeit, frei von regulatorischen Zwängen einen Anbieter zu finden, bei dem man sich wohlfühlt.

Beitragsentwicklung, Finanzstärke und Marktpräsenz sind wichtige Eckpfeiler bei der Suche nach dem richtigen Versicherungsunternehmen. Wer verbeamtet ist, profitiert von den äußerst günstigen Beamtentarifen, die fast alle privaten Krankenversicherer anbieten. Sich gesetzlich zu versichern, würde einerseits eine schlechtere Gesundheitsversorgung und andererseits höhere Beiträge bedeuten.

Zu den günstigen Tarifen kommt noch hinzu, dass der Dienstherr mindestens die Hälfte der Beiträge als Beihilfe zur Krankenversicherung übernimmt – bei der gesetzlichen Krankenkasse ist dies nicht der Fall. Somit ist die PKV auch die Absicherung, die fast alle Beamte wählen.

Oft scheuen sich Menschen mit Vorerkrankungen vor der PKV und wählen aus Angst vor nicht zu bezahlenden Prämien die gesetzliche Regelversorgung. Grundsätzlich stimmt es, dass der private Krankenversicherer seine Prämie auch nach dem Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers kalkuliert, schließlich bedeutet eine bereits angeschlagene gesundheitliche Verfassung ein höheres Krankheitsrisiko.
Allerdings darf der Versicherer bei Beamten einen Risikozuschlag von maximal 30 % erteilen. Selbstständige und Angestellte werden unterdessen auch bei Beschwerden wie chronischen Rückenleiden häufig mit massiven Zuschlägen oder sogar einer Ablehnung konfrontiert.

Die Option, einen Beamten gar nicht zu versichern, hat ein PKV- Anbieter nicht. Hier besteht eine gesetzliche Verpflichtung zum Abschluss des Vertrages für die Versicherungsgesellschaft. Die Krankenversicherung ist wohl der wichtigste Vertreter unter den Absicherungen.
Eine ausführliche und kompetente Beratung bei der Entscheidung zwischen GKV und PKV, bei der Wahl des passenden Tarifumfanges und des Versicherungsunternehmens ist daher unerlässlich.

Diensthaftpflichtversicherung für Lehrer

Für eine Privatperson ist die Haftpflichtversicherung als unerlässlicher Schutz vor Schadensersatzforderungen längst bekannt und anerkannt. Die Mehrheit der Deutschen verfügt über eine solche Absicherung.

Die Privathaftpflichtversicherung leistet jedoch nur, wenn der Schaden im nichtberuflichen Umfeld verursacht wird. Wird der Lehrer also im Rahmen seiner Dienstausübung haftbar gemacht, besteht kein Versicherungsschutz.

Der Grundsatz „Wer fahrlässig einen Sach-, Personen- oder Vermögensschaden verursacht, haftet Privatvermögen in unbegrenzter Höhe“ gilt auch am Arbeitsplatz im Beamtenverhältnis. Viele fühlen sich dennoch sicher, denn bei einigen Schäden haftet der Dienstherr. Liegt lediglich eine einfache Fahrlässigkeit vor, also ein Schaden der durch Verhalten verursacht wurde, was vom Standpunkt eines objektiven Dritten aus eben einmal passieren kann, haftet der Dienstherr in voller Höhe für den Lehrer.

Problematisch wird es jedoch schon, wenn zumindest mittlere oder normale Fahrlässigkeit vorliegt. Diese tritt ein, wenn die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen wurde und der bagatellhafte Charakter der einfachen Fahrlässigkeit fehlt. Auch hier zahlt erstmal der Dienstherr, der aber nun den Schadenverursacher zumindest anteilig in Regress nehmen kann.

Bei grober Fahrlässigkeit, also wenn Sorgfaltspflichten schwer verletzt wurden, haftet der Lehrer ganz für sich allein. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Sportlehrer seine Schüler weiterturnen lässt, während er sich nicht mehr im Raum befindet und so die korrekte Ausführung seiner Anweisungen nicht mehr überwachen kann.

Eine Diensthaftpflichtversicherung ist nicht teuer. Die Monatsbeiträge befinden sich bei vielen Anbietern im einstelligen Bereich, dennoch kann sie vor existenzbedrohenden Schadensersatzforderungen, vor allem bei dauerhaften körperlichen Verletzungen und Beeinträchtigungen, schützen.

Bei der Auswahl des richtigen Tarifs gilt es, auf das Vorhandensein einiger Bausteine Acht zu geben. Beispielsweise ist der Schlüsselverlust ein Schaden, der den Austausch der gesamten schulischen Schließanlage nach sich zieht und statistisch gesehen sehr häufig eintritt.

Auch die Deckungssumme sollte vernünftig gewählt werden, denn während eine Absicherung von unter 3 Millionen Euro nicht empfehlenswert ist (da zu gering), ist eine unbegrenzte Deckung häufig unnötig teuer und meist nicht notwendig.

Mitunter verstecken sich auch Selbstbeteiligungen in den Vertragswerken, die für den Versicherungsnehmer schlecht sichtbar sind bis der Fall der Fälle eintritt. Gerade beim Schlüsselverlust ist dies ein beliebtes Mittel der Versicherer, um Kosten im Schadensfall zu senken.

Häufig kann die Diensthaftpflicht- auch mit der Privathaftpflichtversicherung im Paket abgeschlossen werden. Das spart Beitragskosten und erleichtert die Vertragsverwaltung. Eine Versicherung, die vor so ernstzunehmenden Gefahren schützt, sollte nicht leichtfertig abgeschlossen werden. Ein umfangreicher Marktvergleich und eine gründliche Beratung zu Deinen ganz persönlichen Risiken und Bedürfnissen fördert das passende Produkt zu Tage.

Deshalb scheue Dich nicht einen persönlichen Beratungstermin zu vereinbaren. Dieser ist bei uns 100 % kostenfrei. Wir stehen Dir gern mit Rat und Tat zur Seite.

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

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Datum: 3. Mai 2018
Artikel von Tristan Süß

Ab 2019 ist es auch in Sachsen soweit – die Lehrerverbeamtung beginnt. Was für den Staat und die Verwaltung einen großen Umbruch bedeutet, ist nicht zuletzt für den Lehrer persönlich eine gewaltige Veränderung. Die Verbeamtung ändert das Leben in vielen Bereichen grundlegend: sicherer Sold, sicherer Job, sichere Rente. Also, alles rosarot bei den Pädagogen?!

Bringt der Beamtenstatus Sicherheit?

Es ist sicherlich unstrittig, dass die Verbeamtung einen erheblichen Mehrgewinn an Sicherheit mit sich bringt. Dennoch ist es notwendig, sich auch als Beamter gegen bestimmte Risiken und Gefahren abzusichern.

  1. Was passiert, wenn man durch persönliches Verschulden einen Schaden am Arbeitsplatz verursacht?
  2. Was passiert, wenn man durch Krankheit oder Unfall dienstunfähig wird?
  3. Und wie muss man sich ab jetzt krankenversichern?

Dies sind drei wichtige Fragen, die wir in unserer dreiteiligen Artikelserie über die kommende Lehrerverbeamtung in Sachsen klären möchten.

Dienstunfähigkeit bei Beamten

Ein Beamter kann aufgrund gesundheitlichen Leiden dienstunfähig werden, soviel ist klar. Die Konsequenz daraus ist eine Versetzung in den Ruhestand. Diese kann bereits erfolgen, wenn der Staatsdiener innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate nicht arbeiten konnte und darüber hinaus innerhalb eines halben Jahres nicht mit einer Genesung zu rechnen ist.

Die Versorgung staatlicherseits fällt in diesem Falle wesentlich komfortabler aus, als bei einem normalen Angestellten. Während der Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft um seine Erwerbsminderungsrente kämpfen muss, wird dem Beamten ein durchaus attraktives Ruhegehalt ausgezahlt. Die Höhe des Ruhegehalts bemisst sich hierbei nach der vorangegangenen Dienstzeit und steigt prinzipiell mit jedem abgeleisteten Dienstjahr an. Nach 40 Jahren im Staatsdienst beträgt das Ruhegehalt maximal 71,75 % des letzten regulären Gehalts. Warum also noch privat vorsorgen, wenn der Staat sich schon so hingebungsvoll um seine Beamten bemüht?

Wann hast Du Anspruch auf ein Ruhegehalt?

Leider gibt es auch hier einige rechtliche Stolperfallen, die es zu beachten gilt. Anspruch auf ein Ruhegehalt hat beispielsweise nur, wer auf Lebenszeit verbeamtet wurde und bereits fünf Jahre im Beamtenverhältnis gearbeitet hat. Berufsanfänger befinden sich also im Hinblick auf ihre Arbeitskraftabsicherung in einer ähnlich misslichen Lage wie der angestellte Arbeitnehmer. Auch Beamte auf Probe oder auf Widerruf müssen aufgrund der gesetzlichen Absicherungslücke selbst tätig werden.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung, welche für den Angestellten neben Kranken- und Privathaftpflichtversicherung die wichtigste Absicherung darstellt, ist im Falle des Beamten eher kritisch zu sehen. Denn: Berufsunfähig im Sinne der Versicherung ist, wer nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf zu mindestens 50 % ordnungsgemäß auszuführen.

Für die Dienstunfähigkeit gibt es jedoch kein Bandmaß. Sie ist immer eine höchst individuelle Entscheidung des jeweiligen Dienstherrn. Daher kann es auch sein, dass ein Beamter bereits dienstunfähig wird, wenn er berufstypische Tätigkeiten nur noch zu 70 % ausführen kann.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist in diesem Falle jedoch nicht zur Leistung verpflichtet.
Daher macht der Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung Sinn.

Bei dieser Form der Arbeitskraftabsicherung passt sich der Versicherer der Entscheidung des persönlichen Dienstherrn des versicherten Beamten an. Das heißt also im Klartext: Wer dienstunfähig wird, hat ohne eine weitere Prüfung der Angelegenheit Anspruch auf die versicherte Leistung, welche bei dieser Versicherung in Form einer monatlichen Rente in individuell festlegbarer Höhe erfolgt.

Wenn Du also Lehrer mit Aussicht auf Verbeamtung oder frischgebackener Staatsdiener bist, beraten wir Dich gerne 100 % kostenfrei und unverbindlich – damit Du Deine Sicherheit auch in vollen Zügen genießen kannst!

Zum zweiten Teil dieses Artikels gelangst Du hier: Lehrer in Sachsen? – Endlich verbeamtet! Teil 2

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

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Datum: 31. Januar 2018

Die Dienstunfähigkeitsversicherung für Polizisten – das Wichtigste im Überblick

Wenn ein Polizist dienstunfähig wird, erhält er aufgrund seines Beamtenstatus ein Ruhegeld. Der Anspruch entsteht aber erst nach einer fünfjährigen Wartezeit. Polizisten auf Probe und Polizeianwärter haben überhaupt keinen Leistungsanspruch. Selbst wenn der Leistungsanspruch nach der Wartefrist von fünf Jahren entstanden ist, sind die Leistungen nur sehr gering. Die Höhe des Anspruchs richtet sich nach der Anzahl der bisherigen Dienstjahre. Wenn Du dienstunfähig wirst, musst Du daher mit ganz erheblichen Einkommensverlusten rechnen. Dieser Einkommensverlust lässt sich durch eine Dienstunfähigkeitsversicherung abfangen. Dann erhältst Du zusätzlich zum Ruhegeld Deines Dienstherren eine Dienstunfähigkeitsrente. Beim Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung sind zahlreiche Aspekte zu beachten. Dies gilt insbesondere für Polizeianwärter, Beamte auf Widerruf und Beamte auf Probe.

Grundlegendes zur Dienstunfähigkeit

Jungen Polizisten ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (kurz: BU) zu empfehlen. Diese ist aber nur dann sinnvoll, wenn sie in der richtigen Variante abgeschlossen wird. Denn Polizisten werden nicht „berufsunfähig“, sondern „dienstunfähig“. § 44 Bundesbeamtengesetz (BBG) enthält eine Legaldefinition, die beschreibt, wann Dienstunfähigkeit vorliegt:

Als dienstunfähig kann auch angesehen werden, wer infolge Erkrankung innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate keinen Dienst getan hat, wenn keine Aussicht besteht, dass innerhalb weiterer sechs Monate die Dienstfähigkeit wieder voll hergestellt ist. In den Ruhestand wird nicht versetzt, wer anderweitig verwendbar ist.

Polizisten, die aufgrund ihrer Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt wurden, erhalten von ihrem Dienstherren ein Ruhegehalt. Dieses ist mit der Erwerbsminderungsrente von Arbeitnehmern vergleichbar. Das Ruhegehalt bemisst sich an der Anzahl der bisherigen Dienstjahre. Es beläuft sich nach 40 Jahren Dienst auf bis zu 71,75 Prozent des bisherigen Solds. Diese Regelungen gelten nur für Polizisten, die auf Lebenszeit verbeamtet wurden und mindestens eine fünfjährige Dienstzeit abgeleistet haben. Berufsanfänger sollten sich deshalb zusätzlich über eine Dienstunfähigkeitsversicherung absichern.

  1. Ruhegehalt: Nur für Beamte auf Lebenszeit
  2. Ausgeschlossen sind: Beamte auf Widerruf und Beamte auf Probe

Die Dienstunfähigkeitsklausel

Beim Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung solltest Du auf die Existenz einer Dienstunfähigkeitsklausel achten. Nur weil Dein Dienstherr Dich als dienstunfähig einstuft, bist du nicht automatisch berufsunfähig. Dafür fordern die meisten Versicherungsverträge, dass Du den Polizeidienst zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Die Dienstunfähigkeitsklausel gibt es in verschiedenen Versionen: Die Klausel sollte derart formuliert sein, dass die Versicherung die Entscheidung des Dienstherren anerkennt. Dies sichert Dir die Auszahlung der vollständigen Versicherungsleistung.

Warum ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung wichtig?

Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung für Polizisten. Für Staatsdiener gelten im Vergleich zu Arbeitnehmern und Selbstständige einige Unterschiede von erheblicher Bedeutung. Wenn Polizisten – als Beamte auf Lebenszeit – nicht mehr arbeiten können, werden sie als dienstunfähig eingestuft. Ob und in welcher Höhe ein Polizist ein Ruhegehalt erhält, regelt das Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG). Die Absicherung durch den Dienstherren reicht aber zumeist nicht zum Leben aus. Deshalb empfiehlt sich der Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung. Dies gilt insbesondere für Beamte auf Widerruf und Beamte auf Probe, die über ihren Dienstherren quasi überhaupt nicht abgesichert sind.

Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit

Die Berufsunfähigkeit ist eine Stufe höher angesiedelt als die Erwerbsunfähigkeit. Berufsunfähig sind Polizisten, wenn sie ihren Beruf wegen Invalidität, Unfall oder Krankheit nicht mehr ausüben können. Die Berufsunfähigkeit liegt auch dann vor, wenn der Polizist einen anderen Beruf mit erheblichen Einkommenseinbußen ausüben könnte. Dies ist bei der Erwerbsunfähigkeit nicht der Fall. Die Erwerbsunfähigkeit erfordert, dass der Betroffene überhaupt keine Tätigkeit mehr ausüben kann. § 43 SGB VI definiert zwei Arten von Erwerbsunfähigkeit.

Die vollständige Erwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Polizist wegen Behinderung oder aufgrund von Krankheit für mindestens sechs Monate nicht dazu befähigt ist, eine Tätigkeit für mindestens drei Stunden pro Tag auszuüben. Eine Teilerwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn die tägliche Arbeit zwar drei Stunden übersteigt, aber sechs Stunden unterschreitet.

Wenn ein Polizist eine Einstufung als „dienstunfähig“ erhalten möchte, muss er einen entsprechenden Antrag stellen. Die Dienstunfähigkeit wird in einem amtsärztlichen Gutachten festgestellt. Ob und wie ein Polizist von seinem Dienstherren unterstützt wird, hängt von der Ursache der Dienstunfähigkeit, der Erfahrungsstufe und der Dienstzugehörigkeit ab. Polizisten sind durch ihren Dienstherren demnach mehr oder weniger gut abgesichert. Während Arbeitnehmer und Selbstständige ihre Erwerbsunfähigkeitsrente von der gesetzlichen Krankenversicherung ausgezahlt bekommen, müssen sich Polizisten auf die Fürsorgepflicht ihres Dienstherren verlassen. Wenn dieses Privileg im Schadensfall nicht zum Leben ausreicht, sollte die entstehende Lücke durch eine Dienstunfähigkeitsversicherung geschlossen werden.

Die Fünf-Jahres-Grenze bei Beamten

Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist insbesondere für junge Polizisten wichtig. Denn sie erhalten in den ersten fünf Jahren nach Dienstantritt kein Ruhegehalt. Sie stehen ohne irgendwelche Ansprüche da und sind auf sich alleine gestellt. Sobald die Grenze von fünf Jahren überschritten wurde, zahlt der Dienstherr zur sozialen Absicherung mindestens 35 Prozent des aktuellen Gehalts. Das maximale Ruhegehalt beläuft sich – je nach Bundesland – auf bis zu 72,6 Prozent. Junge Polizisten ohne Anspruch auf ein Ruhegehalt sind im Schadensfall auf sich allein gestellt. Deshalb ist der Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung für diese Gruppe besonders wichtig. Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Beamte auf Widerruf und Probe haben einen eingeschränkten Versicherungsschutz.
  • Die Laufzeiten sind (zumeist) auf wenige Jahre beschränkt.
  • Ein sorgsamer Vergleich der Versicherer ist deshalb unabdingbar.
  • Junge Polizisten sollten sich intensiv mit der Dienstunfähigkeitsversicherung befassen.

Beim Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung sollten verschiedene Aspekte beachtet werden. Die folgenden Möglichkeiten sollten Dir eröffnet sein:

  1. Kannst Du den Versicherungsschutz in den ersten Jahren ohne Anlass erhöhen?
  2. Ist eine Infektionsschutzklausel enthalten?
  3. Ist die Polizeidienstunfähigkeit/spezielle Dienstunfähigkeit enthalten?
  4. Wird auf die „abstrakte Verweisbarkeit“ verzichtet?
  5. Wird auf die „konkrete Verweisbarkeit“ bei Beamten auf Lebenszeit verzichtet?
  6. Ist eine Leistungs- und Versicherungsdauer bis zum 63. Lebensjahr möglich?
  7. Ist eine Teildienstunfähigkeit versicherbar?
  8. Wird die Dienstunfähigkeitsversicherung steuerlich begünstigt?
  9. Wie hoch ist die Leistungsdauer bei Beamten auf Lebenszeit?
  10. Ist der Versicherungsschutz bei einer Besoldungserhöhung anpassbar?

Vor dem Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung sind viele Aspekte zu durchdenken. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Versicherungen enthalten zahlreiche Ausnahmeregelungen, die die Entstehung eines Anspruches hindern können. Deshalb ist der Abschluss eines maßgeschneiderten Versicherungsvertrages unabdingbar.

Kontaktiere uns jetzt und lass Dich unverbindlich und kostenlos beraten – gemeinsam finden wir die richtige Dienstunfähigkeitsversicherung für Deine berufliche Situation!

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

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