Datum: 26. September 2018

Mit der Geburt eines Kindes warten viele spannende neue Herausforderungen auf die frisch gebackenen Eltern. Die anfallenden Aufgaben im Alltag, der Tagesablauf, der geliebte Schlafrhythmus und nicht zuletzt die Prioritäten ändern sich um 180°. Alle Eltern wollen von Anfang an alles richtig machen – ganz schön viel auf einmal. Damit Ihr als Eltern beim Thema Versicherungsschutz für Euch und Euer Kind schnell und optimal aufgeklärt seid, gibt es nun das wichtigste im Überblick.

Haftpflichtversicherung

„Eltern haften für ihre Kinder“ – diese Warnhinweise sind niemanden unbekannt, doch treffen sie nur bedingt zu. Gemeint ist, dass Eltern im Schadensfall dann haftbar gemacht werden können, wenn sie ihre Aufsichtspflicht für ihre Kinder verletzt haben. Ist dies tatsächlich der Fall, sollte die Familie über eine Haftpflichtversicherung verfügen, um anfallende Kosten für den verursachten Schaden begleichen zu können. Versicherungen bieten hierfür spezielle Familien-Haftpflichtversicherungen an, da verschiedene separate Versicherungen mehr Geld kosten als eine für alle. Es ist daher ratsam, nach der Geburt in einen Familientarif zu wechseln.

Kinder unter 7 Jahren gelten allgemein als nicht schuldfähig bzw. als deliktunfähig und sind daher nicht haftpflichtig zu machen. So weit, so gut! Man stelle sich nun folgendes Szenario vor:

Ihr seid bei guten Freunden zu Besuch. Alle sitzen im Wohnzimmer beisammen und die Stimmung ist ausgelassen. Beim Spielen reißt plötzlich Euer 6-jähriges Kind ausversehen das Handy Eures Freundes herunter und es geht kaputt. Als Entschuldigung und Besänftigung bringt Ihr schnell an, dass Ihr für den Schaden natürlich aufkommt. Wozu hat man denn eine private Haftpflichtversicherung?! Falsch gedacht!

  1. Euer Kind ist mit 6 Jahren deliktunfähig und kann somit nicht zum Schadensersatz verpflichtet werden.
  2. Ihr als Eltern habt durch Eure Anwesenheit Eure Aufsichtspflicht nicht verletzt und haftet daher in diesem Fall nicht.

Resultat: Die Haftpflichtversicherung sieht keinen Grund, den Schaden zu übernehmen und der Geschädigte geht leer aus.

Doch wie es unter Freunden und der Familie so ist, fühlt man sich trotzdem in der moralischen Pflicht, den Schaden zu ersetzen, damit man auch weiterhin harmonische Spieleabende miteinander verbringen kann, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Für diesen Fall wurde eine interessante Lösung von Versicherern gefunden. Sie bieten Haftpflichtversicherungen an, welche auch „deliktunfähige Kinder“ einschließen und leisten quasi auch für Kinder unter 7 Jahren auf Wunsch der Eltern hin, damit Freundschaften und das gute Verhältnis zum Nachbarn bestehen bleiben. Die Höchstersatzleistung des Versicherers ist hierbei meist auf einen bestimmten Betrag festgelegt.

Risikolebensversicherung

Wer Kinder bekommt, trägt auch die Verantwortung, dass es Ihnen gut geht und sie möglichst sorgenfrei leben können. Der Tod ist hierbei immer ein Thema, an das man gerade jetzt – wo es um Geburt, Kinder und Familie geht – gar nicht denken möchte. Dennoch nimmt das Thema Absicherung nach dem Todesfall gerade für die Hinterbliebenen einen hohen Stellenwert ein. Es ist daher ratsam mit einer Risikolebensversicherung die Familie im Falle des Todes eines Elternteils oder beider Eltern langfristig finanziell abzusichern. Verfügst Du bereits über eine solche Versicherung, solltest Du diese an Deine aktuelle familiäre Situation anpassen, damit der Hinterbliebenenschutz auch wirklich ausreichend ist. Meistens lässt sich die Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung problemlos anpassen.

Aussicht auf Berufsunfähigkeitsversicherung

Gerade noch im Laufgitter und jetzt schon an Beruf denken? Ist das nicht etwas übertrieben? Zugegeben, das Thema Berufsunfähigkeit (BU) steht sicher nicht an erster Stelle, wenn das Kind auf der Welt ist. Das Thema Gesundheit dafür schon. Um später eine Berufsunfähigkeitsversicherung im Erwachsenenalter so unkompliziert wie möglich abschließen zu können, besteht die Möglichkeit, den aktuellen Gesundheitszustand in jungen Jahren vertraglich „zu speichern“. Möchte man nun mit Beginn eines Arbeitsverhältnisses oder später eine BU vereinbaren, wird vom Gesundheitszustand bei Abschluss des Vertrages (Anwartschaft auf Haftpflichtversicherung) ausgegangen. Es erfolgt keine erneute Gesundheitsprüfung, welche mit zunehmendem Krankheitsrisiko im Alter nicht mehr so leicht zu bestehen ist. Sollte man an einer Berufsunfähigkeitsversicherung kein Interesse mehr haben, so fließt das angesammelte Kapital in die Rentenversicherung.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Beiträge im Kindesalter noch sehr gering ausfallen und bei zunehmendem Alter auch gering bleiben, wenn man bereits in jungen Jahren einen Vertrag abgeschlossen hat.

Kinderrentenversicherung

Das Thema Rente bildet aktuell einen großen Diskussionsbedarf. Die Menschen werden in Deutschland immer älter, doch die Geburtenrate nicht unbedingt höher. Es mangelt an Zeit, oder besser gesagt: am richtigen Zeitpunkt, Kinder zu bekommen. Es entsteht ein Ungleichgewicht. Dieses Ungleichgewicht wird sich in der Zukunft bemerkbar machen, das ist sicher!

Daher ist es sinnvoll, schon jetzt privat fürs Kind vorzusorgen. Früh Sparen lohnt sich! Die meisten Menschen fangen erst an zu sparen, wenn sie merken, dass das Geld knapp wird. Doch mit dem Einzahlen eines kleinen Betrages von Geburt an, kann eine große Summe bis zum Erreichen des Erwachsenenalters des Kindes angespart werden. Somit wird der Grundstein eines späteren Alterseinkommens gelegt und das Kind ist besonders im Alter finanziell abgesichert. Zu Beginn zahlen Eltern oder Großeltern die Beiträge, welche verzinst werden, in die Rentenversicherung ein. Später übernimmt das Kind die Beitragszahlung. Je länger die Laufzeit, desto geringer fallen die Beiträge aus. Es zahlt sich also im wahrsten Sinne des Wortes aus, zeitig ans Sparen zu denken.

Ist das Ende der Laufzeit erreicht, wird das Kapital entweder komplett oder aber als lebenslange Rente ausgezahlt. Somit hat eine Kinderrentenpolice zwei nützliche Vorteile:

  1. Aufbau von Kapital und
  2. Absicherung im Alter.

Sie sollten vor dem Vereinbaren einer Kinderrentenversicherung, auf deren zeitlich unabhängige, flexible und individuelle Anpassbarkeit achten. Lange Laufzeiten gehen immer mit einem Wechsel der Lebensumstände eines Menschen einher. Niemand kann wissen, wo er in 40 Jahren steht.

Flexible Zuzahlungen, das Pausieren von Beitragszahlungen, Kapitalentnahmen ohne Gebühren und das spätere Hinzufügen von Versicherungsleistungen ohne erneute Gesundheitsprüfungen sollten daher Teil der Versicherungskonditionen sein.

Für detailliertere Auskünfte und offen gebliebene Fragen rund ums Thema Familienglück und Absicherung dürft Ihr Euch gern telefonisch an uns wenden oder nehmt einfach per E-Mail mit uns Kontakt auf. Wir freuen uns auf ein persönliches und für Dich 100% kostenfreies Gespräch mit Dir.

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

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Datum: 13. Juni 2018
Artikel von Tristan Süß

Die Lehrerverbeamtung schreitet voran – ab 2019 ist es soweit. Im ersten Teil zum Thema Lehrerverbeamtung haben wir Dir zu den folgenden Themen einen Überblick gegeben:

  • Bringt der Beamtenstatus Sicherheit?
  • Dienstunfähigkeit bei Beamten
  • Wann hast Du Anspruch auf ein Ruhegehalt?

Zum Teil eins gelangst Du hier: Lehrer in Sachsen? – Endlich verbeamtet! Teil 1

In diesem zweiten Teil möchten wir Dir gern wichtige Details zum Thema Krankenversicherung und Diensthaftpflichtversicherung für Lehrer näherbringen.

Krankenversicherung für Lehrer

Verbeamtete Lehrer haben die Wahl zwischen der gesetzlichen Absicherung (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV). Es ist eine Grundsatzentscheidung, ob man das Sachleistungsprinzip der GKV oder das Kostenerstattungsprinzip der PKV wählt.

Die gesetzlichen Kassen haben einen Leistungskatalog, der von der Regierung festgelegt wird und zwischen den einzelnen Anbietern nur geringfügig differiert. Die PKV indessen bietet einen deutlich größeren Gestaltungsspielraum. Verträge können individuell zugeschnitten und Schwerpunkte in der Versorgung gesetzt werden. Die Fülle an unterschiedlichen Tarifvarianten und Versicherern bietet die Möglichkeit, frei von regulatorischen Zwängen einen Anbieter zu finden, bei dem man sich wohlfühlt.

Beitragsentwicklung, Finanzstärke und Marktpräsenz sind wichtige Eckpfeiler bei der Suche nach dem richtigen Versicherungsunternehmen. Wer verbeamtet ist, profitiert von den äußerst günstigen Beamtentarifen, die fast alle privaten Krankenversicherer anbieten. Sich gesetzlich zu versichern, würde einerseits eine schlechtere Gesundheitsversorgung und andererseits höhere Beiträge bedeuten.

Zu den günstigen Tarifen kommt noch hinzu, dass der Dienstherr mindestens die Hälfte der Beiträge als Beihilfe zur Krankenversicherung übernimmt – bei der gesetzlichen Krankenkasse ist dies nicht der Fall. Somit ist die PKV auch die Absicherung, die fast alle Beamte wählen.

Oft scheuen sich Menschen mit Vorerkrankungen vor der PKV und wählen aus Angst vor nicht zu bezahlenden Prämien die gesetzliche Regelversorgung. Grundsätzlich stimmt es, dass der private Krankenversicherer seine Prämie auch nach dem Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers kalkuliert, schließlich bedeutet eine bereits angeschlagene gesundheitliche Verfassung ein höheres Krankheitsrisiko.
Allerdings darf der Versicherer bei Beamten einen Risikozuschlag von maximal 30 % erteilen. Selbstständige und Angestellte werden unterdessen auch bei Beschwerden wie chronischen Rückenleiden häufig mit massiven Zuschlägen oder sogar einer Ablehnung konfrontiert.

Die Option, einen Beamten gar nicht zu versichern, hat ein PKV- Anbieter nicht. Hier besteht eine gesetzliche Verpflichtung zum Abschluss des Vertrages für die Versicherungsgesellschaft. Die Krankenversicherung ist wohl der wichtigste Vertreter unter den Absicherungen.
Eine ausführliche und kompetente Beratung bei der Entscheidung zwischen GKV und PKV, bei der Wahl des passenden Tarifumfanges und des Versicherungsunternehmens ist daher unerlässlich.

Diensthaftpflichtversicherung für Lehrer

Für eine Privatperson ist die Haftpflichtversicherung als unerlässlicher Schutz vor Schadensersatzforderungen längst bekannt und anerkannt. Die Mehrheit der Deutschen verfügt über eine solche Absicherung.

Die Privathaftpflichtversicherung leistet jedoch nur, wenn der Schaden im nichtberuflichen Umfeld verursacht wird. Wird der Lehrer also im Rahmen seiner Dienstausübung haftbar gemacht, besteht kein Versicherungsschutz.

Der Grundsatz „Wer fahrlässig einen Sach-, Personen- oder Vermögensschaden verursacht, haftet Privatvermögen in unbegrenzter Höhe“ gilt auch am Arbeitsplatz im Beamtenverhältnis. Viele fühlen sich dennoch sicher, denn bei einigen Schäden haftet der Dienstherr. Liegt lediglich eine einfache Fahrlässigkeit vor, also ein Schaden der durch Verhalten verursacht wurde, was vom Standpunkt eines objektiven Dritten aus eben einmal passieren kann, haftet der Dienstherr in voller Höhe für den Lehrer.

Problematisch wird es jedoch schon, wenn zumindest mittlere oder normale Fahrlässigkeit vorliegt. Diese tritt ein, wenn die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen wurde und der bagatellhafte Charakter der einfachen Fahrlässigkeit fehlt. Auch hier zahlt erstmal der Dienstherr, der aber nun den Schadenverursacher zumindest anteilig in Regress nehmen kann.

Bei grober Fahrlässigkeit, also wenn Sorgfaltspflichten schwer verletzt wurden, haftet der Lehrer ganz für sich allein. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Sportlehrer seine Schüler weiterturnen lässt, während er sich nicht mehr im Raum befindet und so die korrekte Ausführung seiner Anweisungen nicht mehr überwachen kann.

Eine Diensthaftpflichtversicherung ist nicht teuer. Die Monatsbeiträge befinden sich bei vielen Anbietern im einstelligen Bereich, dennoch kann sie vor existenzbedrohenden Schadensersatzforderungen, vor allem bei dauerhaften körperlichen Verletzungen und Beeinträchtigungen, schützen.

Bei der Auswahl des richtigen Tarifs gilt es, auf das Vorhandensein einiger Bausteine Acht zu geben. Beispielsweise ist der Schlüsselverlust ein Schaden, der den Austausch der gesamten schulischen Schließanlage nach sich zieht und statistisch gesehen sehr häufig eintritt.

Auch die Deckungssumme sollte vernünftig gewählt werden, denn während eine Absicherung von unter 3 Millionen Euro nicht empfehlenswert ist (da zu gering), ist eine unbegrenzte Deckung häufig unnötig teuer und meist nicht notwendig.

Mitunter verstecken sich auch Selbstbeteiligungen in den Vertragswerken, die für den Versicherungsnehmer schlecht sichtbar sind bis der Fall der Fälle eintritt. Gerade beim Schlüsselverlust ist dies ein beliebtes Mittel der Versicherer, um Kosten im Schadensfall zu senken.

Häufig kann die Diensthaftpflicht- auch mit der Privathaftpflichtversicherung im Paket abgeschlossen werden. Das spart Beitragskosten und erleichtert die Vertragsverwaltung. Eine Versicherung, die vor so ernstzunehmenden Gefahren schützt, sollte nicht leichtfertig abgeschlossen werden. Ein umfangreicher Marktvergleich und eine gründliche Beratung zu Deinen ganz persönlichen Risiken und Bedürfnissen fördert das passende Produkt zu Tage.

Deshalb scheue Dich nicht einen persönlichen Beratungstermin zu vereinbaren. Dieser ist bei uns 100 % kostenfrei. Wir stehen Dir gern mit Rat und Tat zur Seite.

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

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Datum: 3. Mai 2018
Artikel von Tristan Süß

Ab 2019 ist es auch in Sachsen soweit – die Lehrerverbeamtung beginnt. Was für den Staat und die Verwaltung einen großen Umbruch bedeutet, ist nicht zuletzt für den Lehrer persönlich eine gewaltige Veränderung. Die Verbeamtung ändert das Leben in vielen Bereichen grundlegend: sicherer Sold, sicherer Job, sichere Rente. Also, alles rosarot bei den Pädagogen?!

Bringt der Beamtenstatus Sicherheit?

Es ist sicherlich unstrittig, dass die Verbeamtung einen erheblichen Mehrgewinn an Sicherheit mit sich bringt. Dennoch ist es notwendig, sich auch als Beamter gegen bestimmte Risiken und Gefahren abzusichern.

  1. Was passiert, wenn man durch persönliches Verschulden einen Schaden am Arbeitsplatz verursacht?
  2. Was passiert, wenn man durch Krankheit oder Unfall dienstunfähig wird?
  3. Und wie muss man sich ab jetzt krankenversichern?

Dies sind drei wichtige Fragen, die wir in unserer dreiteiligen Artikelserie über die kommende Lehrerverbeamtung in Sachsen klären möchten.

Dienstunfähigkeit bei Beamten

Ein Beamter kann aufgrund gesundheitlichen Leiden dienstunfähig werden, soviel ist klar. Die Konsequenz daraus ist eine Versetzung in den Ruhestand. Diese kann bereits erfolgen, wenn der Staatsdiener innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate nicht arbeiten konnte und darüber hinaus innerhalb eines halben Jahres nicht mit einer Genesung zu rechnen ist.

Die Versorgung staatlicherseits fällt in diesem Falle wesentlich komfortabler aus, als bei einem normalen Angestellten. Während der Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft um seine Erwerbsminderungsrente kämpfen muss, wird dem Beamten ein durchaus attraktives Ruhegehalt ausgezahlt. Die Höhe des Ruhegehalts bemisst sich hierbei nach der vorangegangenen Dienstzeit und steigt prinzipiell mit jedem abgeleisteten Dienstjahr an. Nach 40 Jahren im Staatsdienst beträgt das Ruhegehalt maximal 71,75 % des letzten regulären Gehalts. Warum also noch privat vorsorgen, wenn der Staat sich schon so hingebungsvoll um seine Beamten bemüht?

Wann hast Du Anspruch auf ein Ruhegehalt?

Leider gibt es auch hier einige rechtliche Stolperfallen, die es zu beachten gilt. Anspruch auf ein Ruhegehalt hat beispielsweise nur, wer auf Lebenszeit verbeamtet wurde und bereits fünf Jahre im Beamtenverhältnis gearbeitet hat. Berufsanfänger befinden sich also im Hinblick auf ihre Arbeitskraftabsicherung in einer ähnlich misslichen Lage wie der angestellte Arbeitnehmer. Auch Beamte auf Probe oder auf Widerruf müssen aufgrund der gesetzlichen Absicherungslücke selbst tätig werden.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung, welche für den Angestellten neben Kranken- und Privathaftpflichtversicherung die wichtigste Absicherung darstellt, ist im Falle des Beamten eher kritisch zu sehen. Denn: Berufsunfähig im Sinne der Versicherung ist, wer nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf zu mindestens 50 % ordnungsgemäß auszuführen.

Für die Dienstunfähigkeit gibt es jedoch kein Bandmaß. Sie ist immer eine höchst individuelle Entscheidung des jeweiligen Dienstherrn. Daher kann es auch sein, dass ein Beamter bereits dienstunfähig wird, wenn er berufstypische Tätigkeiten nur noch zu 70 % ausführen kann.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist in diesem Falle jedoch nicht zur Leistung verpflichtet.
Daher macht der Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung Sinn.

Bei dieser Form der Arbeitskraftabsicherung passt sich der Versicherer der Entscheidung des persönlichen Dienstherrn des versicherten Beamten an. Das heißt also im Klartext: Wer dienstunfähig wird, hat ohne eine weitere Prüfung der Angelegenheit Anspruch auf die versicherte Leistung, welche bei dieser Versicherung in Form einer monatlichen Rente in individuell festlegbarer Höhe erfolgt.

Wenn Du also Lehrer mit Aussicht auf Verbeamtung oder frischgebackener Staatsdiener bist, beraten wir Dich gerne 100 % kostenfrei und unverbindlich – damit Du Deine Sicherheit auch in vollen Zügen genießen kannst!

Zum zweiten Teil dieses Artikels gelangst Du hier: Lehrer in Sachsen? – Endlich verbeamtet! Teil 2

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

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Datum: 7. Februar 2018

Ein Zahnarztbesuch verursacht regelmäßig Unbehagen – und das nicht nur wegen der oft damit verbundenen Schmerzen, sondern vor allem wegen der Kosten: Die Krankenkassen leisten seit 2005 nur noch Festzuschüsse für Zahnersatz, selbst beim wichtigen Thema Prophylaxe wurde kräftig mit dem Rotstift gekürzt. Diese Kostenfalle musst Du jedoch nicht hinnehmen, eine passende Zahnzusatzversicherung eröffnet Dir ein komfortables Potenzial, alle für Deine Zahngesundheit sinnvollen Behandlungen in Anspruch zu nehmen.

Die gut gemeinte Empfehlung, regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen und eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen, wird oft genug zur Kostenfrage: Verweigern die meisten Krankenkassen schon die Kostenübernahme der prophylaktischen Maßnahme, drohen weitere Kosten, sollte sich Behandlungsbedarf offenbaren. Schon die kleine Kunststofffüllung am Zahnhals muss regelmäßig aus eigener Tasche getragen werden. Angesichts der Tatsache, dass derartige Maßnahmen größere Behandlungen zumindest verzögern, wenn nicht gar verhindern, wirft diese Leistungspolitik Fragen auf. Noch fataler stellt sich die Situation jedoch dar, wenn Zahnersatz notwendig wird.

Das Problem: Hochwertiger Zahnersatz ist längst eine Frage Deines Geldbeutels

Seit der Umstellung auf einheitliche Festzuschüsse im Jahr 2005 sind die Leistungen der Krankenkassen für Zahnersatz klar geregelt: Ausgangsbasis sind immer die Kosten für eine Standardbehandlung in der Regelversorgung. Von diesem Kostensatz übernimmt Deine Krankenkasse in der Regel 50 Prozent. Den Anteil kannst Du auf 60 Prozent erhöhen, indem Du ein Bonusheft führst und regelmäßig zum Zahnarzt gehst. Die zehn Prozentpunkte sind aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn Du Dich für eine höherwertige Lösung, beispielsweise ein Implantat, entscheidest: Auch dann leistet die Krankenkasse nur den Festzuschuss für die Regelversorgung.

Daraus ergibt sich natürlich ein enormer Eigenanteil, den Du aus eigener Tasche zu bewältigen hättest – solange Du keine passende Zahnzusatzversicherung mit ins Boot nehmen kannst. Um Dir eine Vorstellung davon zu vermitteln, was im Ernstfall auf Dich zukommen könnte, hier einige Beispiele, die sich auf festsitzenden Zahnersatz in unterschiedlichen Ausführungen beziehen:

Beispiel 1: Zahnersatz aus Nicht-Edelmetall (in Düsseldorf)

Zahnarzthonorar gem. GOZ: 868 Euro
Zahnarzthonorar gem. BEMA: 81 Euro
Material und Labor: 1.050 Euro
Gesamtkosten: 2.000 Euro

Krankenkassenzuschuss: 529 Euro

Dein Eigenanteil: 1.471 Euro (diesen müsstest Du zu 100 % selbst tragen)

Beispiel 2: Zahnersatz aus Nicht-Edelmetall (in Kogel)

Zahnarzthonorar gem. GOZ: 1.183 Euro
Material und Labor: 2.000 Euro
Gesamt: 3.183 Euro

Krankenkassenzuschuss: 873 Euro

Dein Eigenanteil: 2.310 Euro (diesen müsstest Du zu 100 % selbst tragen)

Beispiel 3: Zahnersatz aus Nicht-Edelmetall (in Mannheim)

Zahnarzthonorar gem. GOZ: 469 Euro
Zahnarzthonorar gem. BEMA: 89 Euro
Material und Labor: 1.200 Euro
Gesamt: 1.759 Euro

Krankenkassenzuschuss: 437 Euro

Dein Eigenanteil: 1.322 Euro (diesen müsstest Du zu 100 % selbst tragen)

All diese Beispiele beziehen sich nicht auf übermäßig große oder hochwertige Zahnersatzlösungen. Wenn Du beispielsweise einen Schneidezahn verlierst und trägst Dich mit dem Gedanken an ein Implantat, das die zuverlässige Befestigung eines Zahnersatzes ermöglicht, ohne die umgebenden Zähne zu beeinträchtigen, musst Du von vornherein rund 3.500 Euro einplanen. Die Krankenkasse beteiligt sich jedoch nur an den Standardkosten für den Zahnersatz. Nun stellt sich die einfache Frage: Könntest Du Dir das leisten?

Die Lösung: Eine passende Zahnzusatzversicherung

Genau dieses Problem greifen die privaten Zahnzusatzversicherungen auf: Sie schließen mehr oder weniger die Finanzierungslücke zwischen den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung und den vom Zahnarzt berechneten Kosten – oder erstatten generell Behandlungskosten außerhalb des Rahmens der GKV. Da diese Tarife von der privaten Versicherungswirtschaft aufgelegt werden, unterliegen sie auch deren Kalkulationsgrundsätzen: Die eingenommenen Beiträge müssen innerhalb bestimmter Risikogruppen für die anfallenden Leistungen ausreichen. Deswegen führen die Versicherer Risikoprüfungen durch, die sich beispielsweise auf Dein Alter, Deinen aktuellen Zahnzustand und natürlich den gewünschten Leistungsumfang beziehen. Mit einem Wort: Je jünger und gesünder Du bist, desto preiswerter kannst Du einen hochwertigen Versicherungsschutz erhalten.

Die Frage der Qualität der Zahnzusatzversicherung hängt naturgemäß von den individuellen Ansprüchen ab: Spielen für Kinder und Jugendliche vielleicht die kieferorthopädischen Maßnahmen ein große Rolle, wird mit zunehmendem Alter der Zahnersatz immer wichtiger. Um sich angesichts der Fülle und er Komplexität der Tarife optimal orientieren zu können, empfiehlt sich ein seriöser Vergleich, der die einzelnen Leistungsschwerpunkte analysiert und transparent macht. Die wichtigsten Bereiche werden von einer sehr guten Zahnzusatzversicherung zum Beispiel so gelöst:

Zahnbehandlung und Kieferorthopädie

  • Zahnbehandlungen werden inklusive der GKV-Leistung bis zu 100 Prozent übernommen
  • Kieferorthopädische Leistungen bis 18 Jahre bis zu 100 Prozent – bei Unfall sogar ohne Begrenzung
  • Zuschüsse von bis zu 250 Euro für Analgo- und Lachgassedierung sowie Akkupunktur
  • Wartezeiten werden erlassen – Versicherte genießen sofortigen Schutz

Zahnprophylaxe (Zahnreinigung)

  • zweimal jährlich werden jeweils bis zu 80 Euro erstattet
  • auf eine Gesundheitsprüfung wird verzichtet
  • Wartezeiten werden erlassen – Versicherte genießen sofortigen Schutz

Zahnersatz

  • Hochwertige Lösungen inklusive Implantate oder Inlays werden nach GKV-Vorleistung bis zu 100 Prozent übernommen
  • Maßnahmen zum Knochenaufbau für Implantatlösungen werden erstattet
  • Verblendungen werden übernommen
  • Aufbissbehelfe und entsprechende Schienen werden bezahlt
  • Zuschüsse von bis zu 250 Euro für Analgo- und Lachgassedierung sowie Akkupunktur
  • Komfortable Leistungsstaffeln in den ersten Jahren, ab dem 6. Versicherungsjahr entfallen Begrenzungen ebenso wie bei Unfall
  • Bis zu drei fehlende Zähne sind mit reduzierter Zahnstaffel versicherbar
  • Gesundheitsprüfung vorteilhaft vereinfacht
  • Wartezeiten werden erlassen – Versicherte genießen sofortigen Schutz

Mit einem solchen Leistungspaket kannst Du sorglos in die Zukunft blicken, denn du bist für alle Fälle optimal gerüstet.

Die Vorgehensweise: Zahnzusatzversicherung ganz gezielt auswählen

Schon anhand dieser Aufstellung kannst Du nachvollziehen, dass bei der Entscheidung für eine Zahnzusatzversicherung vielfältige Aspekte zu beachten sind: Einerseits sind dies die Leistungen an sich, wie beispielsweise die Übernahme von prophylaktischen Maßnahmen, aber vor allem natürlich der Versicherungsumfang in puncto Zahnersatz. Andererseits solltest Du jedoch die Versicherungsbedingungen nicht außer Acht lassen, denn die bestimmen, ob und wann Du den gewünschten Versicherungsschutz genießen kannst:

  1. Die Wartezeit sei hier erwähnt, beschreibt sie doch den Zeitraum, den Du zunächst nach Vertragsabschluss zurücklegen musst, bevor Du überhaupt Leistungen in Anspruch nehmen kannst. Verzichten einige Versicherer generell auf Wartezeiten, bestehen andere insbesondere bei Zahnersatz auf acht Monaten – unter dem Strich ein großer Unterschied.
  2. Die Zahnstaffel ist ein weiterer Punkt, auf den Du Aufmerksam lenken solltest: In den ersten Jahren begrenzen die Versicherer ihre Leistungen, die dann sukzessive ansteigen, bis diese Beschränkung entfällt. Auch hier sind die Tarife sehr verschieden kalkuliert, ein genauer Vergleich lohnt sich in jedem Fall.
  3. Die Annahmerichtlinien: Nicht jeder Anbieter übernimmt den Versicherungsschutz, wenn bereits Zähne fehlen – also Handlungsbedarf besteht. Einige arbeiten mit Zuschlägen oder Leistungsbegrenzungen, andere sind restriktiver und lehnen dann generell ab.

Es gilt nun also, die optimale Variante abzuwägen: Bist Du jung und sind Deine Zähne noch gesund, kannst Du eventuell auf Tarife mit Wartezeiten zurückgreifen – und Geld sparen. Besteht bereits Behandlungsbedarf, sind für Dich jedoch die Tarife sinnvoll, die keine Wartezeiten vorsehen. Hier sind dafür wieder die Leistungsgrenzen zu beachten. Es sind demnach viele Aspekte zu bedenken – eine professionelle und kompetente Beratung hilft dir dabei.

Das Fazit: Beratung und seriösen Vergleich zur Zahnzusatzversicherung in Anspruch nehmen

Zahnzusatzversicherungen werden oft genug zwischen Tür und Angel verkauft, ohne den konkreten Bedarf überhaupt zu ermitteln und auf dieser Grundlage einen passenden Tarif zu ermitteln. Das kann nicht ausreichen, willst Du eine optimale Lösung für die gravierenden Lücken erreichen, die die Leistungen der GKV schlichtweg offen lassen. Mit den richtigen Tarifen zur Zahnzusatzversicherung schaffst Du Dir die Möglichkeit, Deinen Zähnen die bestmöglichen Behandlungen zukommen zu lassen – inklusive der wichtigen Prophylaxe, die größere Schäden vermeiden kann. Gerne zeigen wir Dir die für Dich optimalen Wege auf, begleiten Dich kompetent durch die enorme Auswahl an Tarifen und erläutern Dir alle relevanten Aspekte – fordere einfach und kostenlos unsere Expertise an!

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

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Datum: 31. Januar 2018

Die Dienstunfähigkeitsversicherung für Polizisten – das Wichtigste im Überblick

Wenn ein Polizist dienstunfähig wird, erhält er aufgrund seines Beamtenstatus ein Ruhegeld. Der Anspruch entsteht aber erst nach einer fünfjährigen Wartezeit. Polizisten auf Probe und Polizeianwärter haben überhaupt keinen Leistungsanspruch. Selbst wenn der Leistungsanspruch nach der Wartefrist von fünf Jahren entstanden ist, sind die Leistungen nur sehr gering. Die Höhe des Anspruchs richtet sich nach der Anzahl der bisherigen Dienstjahre. Wenn Du dienstunfähig wirst, musst Du daher mit ganz erheblichen Einkommensverlusten rechnen. Dieser Einkommensverlust lässt sich durch eine Dienstunfähigkeitsversicherung abfangen. Dann erhältst Du zusätzlich zum Ruhegeld Deines Dienstherren eine Dienstunfähigkeitsrente. Beim Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung sind zahlreiche Aspekte zu beachten. Dies gilt insbesondere für Polizeianwärter, Beamte auf Widerruf und Beamte auf Probe.

Grundlegendes zur Dienstunfähigkeit

Jungen Polizisten ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (kurz: BU) zu empfehlen. Diese ist aber nur dann sinnvoll, wenn sie in der richtigen Variante abgeschlossen wird. Denn Polizisten werden nicht „berufsunfähig“, sondern „dienstunfähig“. § 44 Bundesbeamtengesetz (BBG) enthält eine Legaldefinition, die beschreibt, wann Dienstunfähigkeit vorliegt:

Als dienstunfähig kann auch angesehen werden, wer infolge Erkrankung innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate keinen Dienst getan hat, wenn keine Aussicht besteht, dass innerhalb weiterer sechs Monate die Dienstfähigkeit wieder voll hergestellt ist. In den Ruhestand wird nicht versetzt, wer anderweitig verwendbar ist.

Polizisten, die aufgrund ihrer Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt wurden, erhalten von ihrem Dienstherren ein Ruhegehalt. Dieses ist mit der Erwerbsminderungsrente von Arbeitnehmern vergleichbar. Das Ruhegehalt bemisst sich an der Anzahl der bisherigen Dienstjahre. Es beläuft sich nach 40 Jahren Dienst auf bis zu 71,75 Prozent des bisherigen Solds. Diese Regelungen gelten nur für Polizisten, die auf Lebenszeit verbeamtet wurden und mindestens eine fünfjährige Dienstzeit abgeleistet haben. Berufsanfänger sollten sich deshalb zusätzlich über eine Dienstunfähigkeitsversicherung absichern.

  1. Ruhegehalt: Nur für Beamte auf Lebenszeit
  2. Ausgeschlossen sind: Beamte auf Widerruf und Beamte auf Probe

Die Dienstunfähigkeitsklausel

Beim Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung solltest Du auf die Existenz einer Dienstunfähigkeitsklausel achten. Nur weil Dein Dienstherr Dich als dienstunfähig einstuft, bist du nicht automatisch berufsunfähig. Dafür fordern die meisten Versicherungsverträge, dass Du den Polizeidienst zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Die Dienstunfähigkeitsklausel gibt es in verschiedenen Versionen: Die Klausel sollte derart formuliert sein, dass die Versicherung die Entscheidung des Dienstherren anerkennt. Dies sichert Dir die Auszahlung der vollständigen Versicherungsleistung.

Warum ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung wichtig?

Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung für Polizisten. Für Staatsdiener gelten im Vergleich zu Arbeitnehmern und Selbstständige einige Unterschiede von erheblicher Bedeutung. Wenn Polizisten – als Beamte auf Lebenszeit – nicht mehr arbeiten können, werden sie als dienstunfähig eingestuft. Ob und in welcher Höhe ein Polizist ein Ruhegehalt erhält, regelt das Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG). Die Absicherung durch den Dienstherren reicht aber zumeist nicht zum Leben aus. Deshalb empfiehlt sich der Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung. Dies gilt insbesondere für Beamte auf Widerruf und Beamte auf Probe, die über ihren Dienstherren quasi überhaupt nicht abgesichert sind.

Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit

Die Berufsunfähigkeit ist eine Stufe höher angesiedelt als die Erwerbsunfähigkeit. Berufsunfähig sind Polizisten, wenn sie ihren Beruf wegen Invalidität, Unfall oder Krankheit nicht mehr ausüben können. Die Berufsunfähigkeit liegt auch dann vor, wenn der Polizist einen anderen Beruf mit erheblichen Einkommenseinbußen ausüben könnte. Dies ist bei der Erwerbsunfähigkeit nicht der Fall. Die Erwerbsunfähigkeit erfordert, dass der Betroffene überhaupt keine Tätigkeit mehr ausüben kann. § 43 SGB VI definiert zwei Arten von Erwerbsunfähigkeit.

Die vollständige Erwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Polizist wegen Behinderung oder aufgrund von Krankheit für mindestens sechs Monate nicht dazu befähigt ist, eine Tätigkeit für mindestens drei Stunden pro Tag auszuüben. Eine Teilerwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn die tägliche Arbeit zwar drei Stunden übersteigt, aber sechs Stunden unterschreitet.

Wenn ein Polizist eine Einstufung als „dienstunfähig“ erhalten möchte, muss er einen entsprechenden Antrag stellen. Die Dienstunfähigkeit wird in einem amtsärztlichen Gutachten festgestellt. Ob und wie ein Polizist von seinem Dienstherren unterstützt wird, hängt von der Ursache der Dienstunfähigkeit, der Erfahrungsstufe und der Dienstzugehörigkeit ab. Polizisten sind durch ihren Dienstherren demnach mehr oder weniger gut abgesichert. Während Arbeitnehmer und Selbstständige ihre Erwerbsunfähigkeitsrente von der gesetzlichen Krankenversicherung ausgezahlt bekommen, müssen sich Polizisten auf die Fürsorgepflicht ihres Dienstherren verlassen. Wenn dieses Privileg im Schadensfall nicht zum Leben ausreicht, sollte die entstehende Lücke durch eine Dienstunfähigkeitsversicherung geschlossen werden.

Die Fünf-Jahres-Grenze bei Beamten

Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist insbesondere für junge Polizisten wichtig. Denn sie erhalten in den ersten fünf Jahren nach Dienstantritt kein Ruhegehalt. Sie stehen ohne irgendwelche Ansprüche da und sind auf sich alleine gestellt. Sobald die Grenze von fünf Jahren überschritten wurde, zahlt der Dienstherr zur sozialen Absicherung mindestens 35 Prozent des aktuellen Gehalts. Das maximale Ruhegehalt beläuft sich – je nach Bundesland – auf bis zu 72,6 Prozent. Junge Polizisten ohne Anspruch auf ein Ruhegehalt sind im Schadensfall auf sich allein gestellt. Deshalb ist der Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung für diese Gruppe besonders wichtig. Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Beamte auf Widerruf und Probe haben einen eingeschränkten Versicherungsschutz.
  • Die Laufzeiten sind (zumeist) auf wenige Jahre beschränkt.
  • Ein sorgsamer Vergleich der Versicherer ist deshalb unabdingbar.
  • Junge Polizisten sollten sich intensiv mit der Dienstunfähigkeitsversicherung befassen.

Beim Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung sollten verschiedene Aspekte beachtet werden. Die folgenden Möglichkeiten sollten Dir eröffnet sein:

  1. Kannst Du den Versicherungsschutz in den ersten Jahren ohne Anlass erhöhen?
  2. Ist eine Infektionsschutzklausel enthalten?
  3. Ist die Polizeidienstunfähigkeit/spezielle Dienstunfähigkeit enthalten?
  4. Wird auf die „abstrakte Verweisbarkeit“ verzichtet?
  5. Wird auf die „konkrete Verweisbarkeit“ bei Beamten auf Lebenszeit verzichtet?
  6. Ist eine Leistungs- und Versicherungsdauer bis zum 63. Lebensjahr möglich?
  7. Ist eine Teildienstunfähigkeit versicherbar?
  8. Wird die Dienstunfähigkeitsversicherung steuerlich begünstigt?
  9. Wie hoch ist die Leistungsdauer bei Beamten auf Lebenszeit?
  10. Ist der Versicherungsschutz bei einer Besoldungserhöhung anpassbar?

Vor dem Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung sind viele Aspekte zu durchdenken. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Versicherungen enthalten zahlreiche Ausnahmeregelungen, die die Entstehung eines Anspruches hindern können. Deshalb ist der Abschluss eines maßgeschneiderten Versicherungsvertrages unabdingbar.

Kontaktiere uns jetzt und lass Dich unverbindlich und kostenlos beraten – gemeinsam finden wir die richtige Dienstunfähigkeitsversicherung für Deine berufliche Situation!

Mike Hofmann ist unabhängiger Versicherungsmakler im Großraum Dresden, Radebeul und Meißen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

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