Datum: 25. April 2019

Beihilfeberechtigte (z. B. Beamte, Richter und Soldaten auf Zeit) sind in Bezug auf eine Krankenversicherung in einer relativ komfortablen Situation: Im Prinzip müssen Sie nur den Anteil der potenziellen Krankheitskosten absichern, der von der Beihilfe nicht gedeckt wird – zumindest auf den ersten Blick. Die Versicherungswirtschaft hält für dieses Anliegen eine Fülle an Beihilfetarifen bereit, die die Restkosten abdecken. In der Regel sind die in Vergleich zu einem normalen Volltarif ausgesprochen günstig. Allerdings kann es Differenzen im Leistungsumfang geben: Die PKV deckt meist mehr ab als die Beihilfe – somit treten wiederum Versicherungslücken auf.

Die Lösung: der passende Beihilfeergänzungstarif.

Beihilfeergänzungstarife: Die Qual der Wahl

Während die private Krankenversicherung also die nach der 50- oder 70-prozentigen Beihilfeleistung verbleibenden Restkosten erstattet, weist die Beihilfe selbst einige Lücken auf. So werden beispielsweise die Kosten für Sehhilfen-, Zahnersatz- oder Heilpraktiker- Leistungen nicht übernommen und Sie müssten diese im Ernstfall selbst tragen. Hier unterscheiden sich die Beihilfevorschriften jedoch von Dienstherr zu Dienstherr – und künftige Änderungen oder Leistungskürzungen sind durchaus möglich. Um Ihnen als Beihilfeberechtigten einen umfassenden Versicherungsschutz zu ermöglichen, wurden mit den sogenannten Beihilfeergänzungstarifen spezielle Lösungen entwickelt.

Diese zusätzlich zur privaten Restkostenversicherung abzuschließenden Tarife befassen sich also mit den Leistungslücken, die bereits die Beihilfekataloge aufweisen. Ausschlaggebend für eine passende Auswahl ist also zunächst die konkrete Beihilfevorschrift. Darüber hinaus spielen jedoch auch Ihre individuellen Ansprüche eine große Rolle: Legen Sie beispielsweise Wert auf die Kostenübernahme für Sehhilfen, auf Wahlleistungen im Krankenhaus oder umfangreichere Leistungen im ambulanten Bereich?

Es sind also viele Punkte zu besprechen, um die zu Ihren konkreten Vorstellungen passende Vorschläge zu erarbeiten. Umso wichtiger ist ein systematisches und umsichtiges Vorgehen – darauf legen wir größten Wert.

Mit System zum Erfolg: Die Fülle der Möglichkeiten

Angesichts der Komplexität des Themas – und das sowohl in Bezug auf die jeweiligen Beihilfevorschriften als auch auf das Angebot an Beihilfeergänzungstarifen – verfolgen wir eine strukturierte Vorgehensweise:

  1. Zunächst selektieren wir die Versicherungsgesellschaften, die sich überhaupt mit dem Thema befassen.
  2. Wir starten eine anonyme Voranfrage bei den in Frage kommenden Krankenversicherern: Diese erhalten Ihre persönlichen Daten, ohne diese zuordnen zu können. So eröffnen wir den Versicherungen die Möglichkeit, konkrete Angebote zu erarbeiten, diese aber keiner konkreten Person zuordnen zu können – für Sie ein großes Maß an Sicherheit.
  3. Liegen uns die Angebote vor, wählen wir diejenigen aus, die zu Ihren Ansprüchen, zu Ihrer Lebenssituation und zu Ihren finanziellen Möglichkeiten passen.

Dabei berücksichtigen wir folgende Leistungsschwerpunkte, die in den relevanten Beihilfeergänzungstarifen unterschiedlich gehandhabt werden:

  • Ambulante Leistungen
  • Vorsorgeuntersuchung
  • Arznei und Verbandsmittel
  • Heilmittel
  • Offener Hilfsmittelkatalog
  • Sehhilfen
  • Heilpraktiker
  • Naturheilverfahren
  • Psychotherapie
  • Gebührenordnung
  • Stationäre Unterbringung
  • Zahnbehandlung
  • Zahnersatz
  • Inlays, Implantate, Zahnstaffel
  • Beitragsrückerstattung

Abhängig von Ihren konkreten Voraussetzungen und Ansprüchen können aus den unterschiedlichen Leistungsumfängen erhebliche Kostenrisiken resultieren: Benötigen Sie beispielsweise eine Brille, gehört dies in der Regel nicht in den Leistungskatalog der Beihilfe – Sie würden also die Kosten allein tragen müssen. Bei der Auswahl des Beihilfeergänzungstarifes achten wir demnach darauf, dass dieser Punkt komfortabel abgedeckt ist und Sie die Kosten erstattet bekommen.

Noch drastischer kann sich das Thema Zahnbehandlung und Zahnersatz darstellen: So gehören bereits hochwertige Zahnfüllungen, wie zum Beispiel Inlays, und prophylaktische Maßnahmen in einen guten Ergänzungstarif, schließlich können diese die Wahrscheinlichkeit größerer Behandlungen reduzieren. Allerdings sollten dann auch die Kosten dafür getragen werden. Wird jedoch Zahnersatz notwendig, sollten Sie sich darauf verlassen können, dass Sie moderne Versorgungslösungen in Anspruch nehmen können, wie beispielsweise Implantate. So vermeiden Sie nämlich, dass gesunde Zähne beschädigt werden müssen, um zum Beispiel eine Brücke zu befestigen.

Wir sondieren also Punkt für Punkt, welche Leistungen für Sie wichtig sind. Einige grundlegende Dinge empfehlen wir Ihnen aber in jedem Fall, so zum Beispiel den offenen Hilfsmittelkatalog, der keine Einschränkungen vorsieht, die Höhe der Erstattung im Verhältnis zur Gebührenordnung oder die Frage der möglichen Beitragsrückerstattung.

Quantität und Qualität: Das Verhältnis muss stimmen

Allerdings achten wir auch auf die Qualität des Krankenversicherers, der den relevanten Beihilfeergänzungstarif anbietet: Einerseits legen wir Wert darauf, dass es sich um einen erfahrenen Krankenversicherer handelt. Das ist insbesondere in Bezug auf die Beitragskalkulation wichtig. Es nützt Ihnen nämlich nicht viel, wenn Sie mit einem niedrigen Beitrag einsteigen und der Versicherer die anfallenden Kosten unterschätzt hat und deswegen drastische Beitragsanpassungen durchführen muss. Zum anderen spielt aber auch die Servicequalität eine große Rolle: Ob offene Fragen oder ein berechtigter Leistungsanspruch – die Bearbeitung Ihres Anliegens muss kompetent erfolgen und reibungslos funktionieren. Auch in diesem Punkt können wir auf fundierte Erfahrungswerte zurückgreifen, die wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen.

Wie Sie sehen, ist die Auswahl eines passenden Beihilfeergänzungstarifes durchaus eine komplexe Angelegenheit, die nicht nur spezielle Kompetenzen, sondern auch Berufserfahrungen voraussetzt. All diese Leistungen übernehmen wir sehr gerne für Sie, ohne dass Ihnen dafür zusätzliche Kosten entstehen. Fordern Sie einfach direkt unsere Expertise an – wir nehmen uns gerne Zeit für Sie.

Mike Hofmann ist deutschlandweit unabhängiger Versicherungsmakler. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

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Datum: 3. Mai 2018
Artikel von Tristan Süß

Ab 2019 ist es auch in Sachsen soweit – die Lehrerverbeamtung beginnt. Was für den Staat und die Verwaltung einen großen Umbruch bedeutet, ist nicht zuletzt für den Lehrer persönlich eine gewaltige Veränderung. Die Verbeamtung ändert das Leben in vielen Bereichen grundlegend: sicherer Sold, sicherer Job, sichere Rente. Also, alles rosarot bei den Pädagogen?!

Bringt der Beamtenstatus Sicherheit?

Es ist sicherlich unstrittig, dass die Verbeamtung einen erheblichen Mehrgewinn an Sicherheit mit sich bringt. Dennoch ist es notwendig, sich auch als Beamter gegen bestimmte Risiken und Gefahren abzusichern.

  1. Was passiert, wenn man durch persönliches Verschulden einen Schaden am Arbeitsplatz verursacht?
  2. Was passiert, wenn man durch Krankheit oder Unfall dienstunfähig wird?
  3. Und wie muss man sich ab jetzt krankenversichern?

Dies sind drei wichtige Fragen, die wir in unserer dreiteiligen Artikelserie über die kommende Lehrerverbeamtung in Sachsen klären möchten.

Dienstunfähigkeit bei Beamten

Ein Beamter kann aufgrund gesundheitlichen Leiden dienstunfähig werden, soviel ist klar. Die Konsequenz daraus ist eine Versetzung in den Ruhestand. Diese kann bereits erfolgen, wenn der Staatsdiener innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate nicht arbeiten konnte und darüber hinaus innerhalb eines halben Jahres nicht mit einer Genesung zu rechnen ist.

Die Versorgung staatlicherseits fällt in diesem Falle wesentlich komfortabler aus, als bei einem normalen Angestellten. Während der Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft um seine Erwerbsminderungsrente kämpfen muss, wird dem Beamten ein durchaus attraktives Ruhegehalt ausgezahlt. Die Höhe des Ruhegehalts bemisst sich hierbei nach der vorangegangenen Dienstzeit und steigt prinzipiell mit jedem abgeleisteten Dienstjahr an. Nach 40 Jahren im Staatsdienst beträgt das Ruhegehalt maximal 71,75 % des letzten regulären Gehalts. Warum also noch privat vorsorgen, wenn der Staat sich schon so hingebungsvoll um seine Beamten bemüht?

Wann hast Du Anspruch auf ein Ruhegehalt?

Leider gibt es auch hier einige rechtliche Stolperfallen, die es zu beachten gilt. Anspruch auf ein Ruhegehalt hat beispielsweise nur, wer auf Lebenszeit verbeamtet wurde und bereits fünf Jahre im Beamtenverhältnis gearbeitet hat. Berufsanfänger befinden sich also im Hinblick auf ihre Arbeitskraftabsicherung in einer ähnlich misslichen Lage wie der angestellte Arbeitnehmer. Auch Beamte auf Probe oder auf Widerruf müssen aufgrund der gesetzlichen Absicherungslücke selbst tätig werden.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung, welche für den Angestellten neben Kranken- und Privathaftpflichtversicherung die wichtigste Absicherung darstellt, ist im Falle des Beamten eher kritisch zu sehen. Denn: Berufsunfähig im Sinne der Versicherung ist, wer nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf zu mindestens 50 % ordnungsgemäß auszuführen.

Für die Dienstunfähigkeit gibt es jedoch kein Bandmaß. Sie ist immer eine höchst individuelle Entscheidung des jeweiligen Dienstherrn. Daher kann es auch sein, dass ein Beamter bereits dienstunfähig wird, wenn er berufstypische Tätigkeiten nur noch zu 70 % ausführen kann.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist in diesem Falle jedoch nicht zur Leistung verpflichtet.
Daher macht der Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung Sinn.

Bei dieser Form der Arbeitskraftabsicherung passt sich der Versicherer der Entscheidung des persönlichen Dienstherrn des versicherten Beamten an. Das heißt also im Klartext: Wer dienstunfähig wird, hat ohne eine weitere Prüfung der Angelegenheit Anspruch auf die versicherte Leistung, welche bei dieser Versicherung in Form einer monatlichen Rente in individuell festlegbarer Höhe erfolgt.

Wenn Du also Lehrer mit Aussicht auf Verbeamtung oder frischgebackener Staatsdiener bist, beraten wir Dich gerne 100 % kostenfrei und unverbindlich – damit Du Deine Sicherheit auch in vollen Zügen genießen kannst!

Zum zweiten Teil dieses Artikels gelangst Du hier: Lehrer in Sachsen? – Endlich verbeamtet! Teil 2

Mike Hofmann ist deutschlandweit unabhängiger Versicherungsmakler. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

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Datum: 31. Januar 2018

Die Dienstunfähigkeitsversicherung für Polizisten – das Wichtigste im Überblick

Wenn ein Polizist dienstunfähig wird, erhält er aufgrund seines Beamtenstatus ein Ruhegeld. Der Anspruch entsteht aber erst nach einer fünfjährigen Wartezeit. Polizisten auf Probe und Polizeianwärter haben überhaupt keinen Leistungsanspruch. Selbst wenn der Leistungsanspruch nach der Wartefrist von fünf Jahren entstanden ist, sind die Leistungen nur sehr gering. Die Höhe des Anspruchs richtet sich nach der Anzahl der bisherigen Dienstjahre. Wenn Du dienstunfähig wirst, musst Du daher mit ganz erheblichen Einkommensverlusten rechnen. Dieser Einkommensverlust lässt sich durch eine Dienstunfähigkeitsversicherung abfangen. Dann erhältst Du zusätzlich zum Ruhegeld Deines Dienstherren eine Dienstunfähigkeitsrente. Beim Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung sind zahlreiche Aspekte zu beachten. Dies gilt insbesondere für Polizeianwärter, Beamte auf Widerruf und Beamte auf Probe.

Grundlegendes zur Dienstunfähigkeit

Jungen Polizisten ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (kurz: BU) zu empfehlen. Diese ist aber nur dann sinnvoll, wenn sie in der richtigen Variante abgeschlossen wird. Denn Polizisten werden nicht „berufsunfähig“, sondern „dienstunfähig“. § 44 Bundesbeamtengesetz (BBG) enthält eine Legaldefinition, die beschreibt, wann Dienstunfähigkeit vorliegt:

Als dienstunfähig kann auch angesehen werden, wer infolge Erkrankung innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate keinen Dienst getan hat, wenn keine Aussicht besteht, dass innerhalb weiterer sechs Monate die Dienstfähigkeit wieder voll hergestellt ist. In den Ruhestand wird nicht versetzt, wer anderweitig verwendbar ist.

Polizisten, die aufgrund ihrer Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt wurden, erhalten von ihrem Dienstherren ein Ruhegehalt. Dieses ist mit der Erwerbsminderungsrente von Arbeitnehmern vergleichbar. Das Ruhegehalt bemisst sich an der Anzahl der bisherigen Dienstjahre. Es beläuft sich nach 40 Jahren Dienst auf bis zu 71,75 Prozent des bisherigen Solds. Diese Regelungen gelten nur für Polizisten, die auf Lebenszeit verbeamtet wurden und mindestens eine fünfjährige Dienstzeit abgeleistet haben. Berufsanfänger sollten sich deshalb zusätzlich über eine Dienstunfähigkeitsversicherung absichern.

  1. Ruhegehalt: Nur für Beamte auf Lebenszeit
  2. Ausgeschlossen sind: Beamte auf Widerruf und Beamte auf Probe

Die Dienstunfähigkeitsklausel

Beim Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung solltest Du auf die Existenz einer Dienstunfähigkeitsklausel achten. Nur weil Dein Dienstherr Dich als dienstunfähig einstuft, bist du nicht automatisch berufsunfähig. Dafür fordern die meisten Versicherungsverträge, dass Du den Polizeidienst zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Die Dienstunfähigkeitsklausel gibt es in verschiedenen Versionen: Die Klausel sollte derart formuliert sein, dass die Versicherung die Entscheidung des Dienstherren anerkennt. Dies sichert Dir die Auszahlung der vollständigen Versicherungsleistung.

Warum ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung wichtig?

Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung für Polizisten. Für Staatsdiener gelten im Vergleich zu Arbeitnehmern und Selbstständige einige Unterschiede von erheblicher Bedeutung. Wenn Polizisten – als Beamte auf Lebenszeit – nicht mehr arbeiten können, werden sie als dienstunfähig eingestuft. Ob und in welcher Höhe ein Polizist ein Ruhegehalt erhält, regelt das Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG). Die Absicherung durch den Dienstherren reicht aber zumeist nicht zum Leben aus. Deshalb empfiehlt sich der Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung. Dies gilt insbesondere für Beamte auf Widerruf und Beamte auf Probe, die über ihren Dienstherren quasi überhaupt nicht abgesichert sind.

Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit

Die Berufsunfähigkeit ist eine Stufe höher angesiedelt als die Erwerbsunfähigkeit. Berufsunfähig sind Polizisten, wenn sie ihren Beruf wegen Invalidität, Unfall oder Krankheit nicht mehr ausüben können. Die Berufsunfähigkeit liegt auch dann vor, wenn der Polizist einen anderen Beruf mit erheblichen Einkommenseinbußen ausüben könnte. Dies ist bei der Erwerbsunfähigkeit nicht der Fall. Die Erwerbsunfähigkeit erfordert, dass der Betroffene überhaupt keine Tätigkeit mehr ausüben kann. § 43 SGB VI definiert zwei Arten von Erwerbsunfähigkeit.

Die vollständige Erwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Polizist wegen Behinderung oder aufgrund von Krankheit für mindestens sechs Monate nicht dazu befähigt ist, eine Tätigkeit für mindestens drei Stunden pro Tag auszuüben. Eine Teilerwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn die tägliche Arbeit zwar drei Stunden übersteigt, aber sechs Stunden unterschreitet.

Wenn ein Polizist eine Einstufung als „dienstunfähig“ erhalten möchte, muss er einen entsprechenden Antrag stellen. Die Dienstunfähigkeit wird in einem amtsärztlichen Gutachten festgestellt. Ob und wie ein Polizist von seinem Dienstherren unterstützt wird, hängt von der Ursache der Dienstunfähigkeit, der Erfahrungsstufe und der Dienstzugehörigkeit ab. Polizisten sind durch ihren Dienstherren demnach mehr oder weniger gut abgesichert. Während Arbeitnehmer und Selbstständige ihre Erwerbsunfähigkeitsrente von der gesetzlichen Krankenversicherung ausgezahlt bekommen, müssen sich Polizisten auf die Fürsorgepflicht ihres Dienstherren verlassen. Wenn dieses Privileg im Schadensfall nicht zum Leben ausreicht, sollte die entstehende Lücke durch eine Dienstunfähigkeitsversicherung geschlossen werden.

Die Fünf-Jahres-Grenze bei Beamten

Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist insbesondere für junge Polizisten wichtig. Denn sie erhalten in den ersten fünf Jahren nach Dienstantritt kein Ruhegehalt. Sie stehen ohne irgendwelche Ansprüche da und sind auf sich alleine gestellt. Sobald die Grenze von fünf Jahren überschritten wurde, zahlt der Dienstherr zur sozialen Absicherung mindestens 35 Prozent des aktuellen Gehalts. Das maximale Ruhegehalt beläuft sich – je nach Bundesland – auf bis zu 72,6 Prozent. Junge Polizisten ohne Anspruch auf ein Ruhegehalt sind im Schadensfall auf sich allein gestellt. Deshalb ist der Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung für diese Gruppe besonders wichtig. Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Beamte auf Widerruf und Probe haben einen eingeschränkten Versicherungsschutz.
  • Die Laufzeiten sind (zumeist) auf wenige Jahre beschränkt.
  • Ein sorgsamer Vergleich der Versicherer ist deshalb unabdingbar.
  • Junge Polizisten sollten sich intensiv mit der Dienstunfähigkeitsversicherung befassen.

Beim Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung sollten verschiedene Aspekte beachtet werden. Die folgenden Möglichkeiten sollten Dir eröffnet sein:

  1. Kannst Du den Versicherungsschutz in den ersten Jahren ohne Anlass erhöhen?
  2. Ist eine Infektionsschutzklausel enthalten?
  3. Ist die Polizeidienstunfähigkeit/spezielle Dienstunfähigkeit enthalten?
  4. Wird auf die „abstrakte Verweisbarkeit“ verzichtet?
  5. Wird auf die „konkrete Verweisbarkeit“ bei Beamten auf Lebenszeit verzichtet?
  6. Ist eine Leistungs- und Versicherungsdauer bis zum 63. Lebensjahr möglich?
  7. Ist eine Teildienstunfähigkeit versicherbar?
  8. Wird die Dienstunfähigkeitsversicherung steuerlich begünstigt?
  9. Wie hoch ist die Leistungsdauer bei Beamten auf Lebenszeit?
  10. Ist der Versicherungsschutz bei einer Besoldungserhöhung anpassbar?

Vor dem Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung sind viele Aspekte zu durchdenken. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Versicherungen enthalten zahlreiche Ausnahmeregelungen, die die Entstehung eines Anspruches hindern können. Deshalb ist der Abschluss eines maßgeschneiderten Versicherungsvertrages unabdingbar.

Kontaktiere uns jetzt und lass Dich unverbindlich und kostenlos beraten – gemeinsam finden wir die richtige Dienstunfähigkeitsversicherung für Deine berufliche Situation!

Mike Hofmann ist deutschlandweit unabhängiger Versicherungsmakler. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Versicherungsbranche zu revolutionieren - Weg von der angstbehafteten Beratung, hin zu einer Beratung, die seinen Kunden wirklich einen Mehrwert bietet.

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